Parkplatz als "Hotspot"

Bedenkliches Ausmaß an Fast-Food-Müll im Hammer Süden

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Zu einem „Müll-Hotspot“ hat sich der Parkplatz am Freibad Süd in Berge entwickelt.

Müll ist (nicht nur) im Hammer Stadtbezirk Rhynern ein Dauerthema. Das Problem gab es schon vor Corona, nun scheint in bestimmten Bereichen noch größer geworden zu sein.

Berge – Ein „Hotspot“ ist der Parkplatz des Freibads Süd in Berge. Dabei hat das Bad selbst noch keinen Besucher gesehen in diesem Jahr und auch das benachbarte Vereinszentrum des Hammer SC 08 ist derzeit geschlossen.

Eigentlich dürfte dort nicht allzu viel Verkehr herrschen. Aber der Parkplatz ist beliebt bei jungen Erwachsenen, die dort eine Pause einlegen. Und nicht selten haben sie kurz zuvor den McDrive des Schnellrestaurants an der Werler Straße angefahren. Da der Verzehr der dort erworbenen Speisen in einem Umkreis von 50 Metern nicht erlaubt ist, steuern viele den Freibad-Parkplatz an. Die Folge: Der Verpackungsmüll der Fast-Food-Produkte landet zuhauf auf der Parkplatzfläche.

Der Trupp des Abfall- und Stadtreinigungsbetriebs Hamm (ASH) schaut zwar regelmäßig dort vorbei, doch er hat kaum eine Chance, für eine dauerhafte Sauberkeit zu sorgen. Ständig kommt neuer Müll dazu.

Aber die Stadt Hamm will dies nicht zu einem Dauerzustand werden lassen und nun noch häufiger kontrollieren. Darüber hinaus wird auch McDonald‘s mit ins Boot geholt. Seit der Ansiedlung der Kette an der Werler Straße gibt es eine Absprache zwischen der Stadt und McDonald‘s, dass das Restaurant den öffentlichen Bereich rund um die Filiale reinigt. Dazu gehöre auch der Parkplatz am Freibad Süd, bestätigte ein Stadtsprecher. Daher haben Vertreter der Stadt in der vergangenen Woche noch einmal das Gespräch mit der Filialleitung gesucht. Diese werde sich nun verstärkt um die Sauberkeit dort kümmern, hieß es. Drei größere Abfalleimer wurden bereits auf dem Parkplatz postiert, in der Hoffnung, dass die Bürger diese nutzen und den Abfall nicht einfach auf die Erde werfen. Ähnlich war die Stadt bereits an anderen Stellen vorgegangen.

Problem auch an anderen Orten

Aber auch an anderen Orten, wo derzeit häufiger Menschen in ihrer Freizeit unterwegs sind, quellen die Abfallbehälter über. Hundekotbeutel und andere Mülltüten liegen herum. Auch hier hat es der ASH schwer, mit der Leerung nachzukommen. Da nahezu alle Restaurants auf Abholgerichte umgestellt haben, steigt die Menge des Verpackungsmülls, der entsorgt werden muss. Das könnte ein Grund für die übervollen Mülleimer sein.

Bürger berichten zudem, dass es im Bereich des großen Spielplatzes an der Albert-Einstein-Straße sogar einen kleinen Streit gebe, wer für die vollen Mülleimer verantwortlich ist. Die einen schieben es den Hundebesitzern in die Schuhe, die anderen den Fast-Food-Liebhabern. Ein pfiffiger Bürger hatte jetzt einfach eine weitere Mülltüte an den Behälter geklebt, um mehr Platz für Abfall zu schaffen. Eins haben offensichtlich nicht alle verstanden: Ist ein Behälter voll, sollte dort eigentlich auch nichts mehr entsorgt werden – man muss es einfach mitnehmen.

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