Wieder Herringen und Pelkum betroffen

Zwei Beben reißen Bürger im Westen aus dem Schlaf

Seismograph zeichnet Aufzeichnungen von Erdbeben auf, auch in Hamm.
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Die Bebentätigkeit in Pelkum in Herringen war einmal mehr sehr auffällig.

In Teilen Pelkums und Herringens hat es zweimal ordentlich gerappelt. Ein Anwohner wurde sogar aus dem Schlaf gerappelt, wie er sagte.

Herringen/Pelkum – Das Seismologische Observatorium der Ruhr-Uni Bochum registrierte am Mittwoch um 0.28 und um 6.17 Uhr zwei Erschütterungen der Stärke 1,8 beziehungsweise 1,7. Die Epi-Zentren lagen nördlich der Waldstraße in der Heidhof-Siedlung sowie östlich der Bergehalde Sundern.

Wie ein Anwohner der Heidhof-Siedlung schilderte, sei er durch das erste Beben aus dem Schlaf gerissen worden. „Es war deutlich zu spüren“, sagte er. Tagsüber, wenn sich die Menschen in der Regel bewegten, wäre es vermutlich weniger heftig wahrgenommen worden. Vereinzelte Beschwerden kamen zuletzt auch aus Bergkamen und Werne.

Auffällig ist, dass die Bebentätigkeit im Umfeld des Bergwerks Ost seit Mitte 2019 stark zugenommen hat. Warum dem so ist, ermittelt die Ruhr-Uni derzeit in einem vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Forschungsprojekt. Dazu sollen zu den 19 in Hamm/Werne/Bergkamen/Kamen eingerichteten Messstationen weitere hinzukommen – und zwar bis in den Dortmunder Raum.

Ein Grund für die verstärkte Bebentätigkeit in der Region, so vermuten Experten, könnte das steigende Grubenwasser sein.

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