Epi-Zentrum unter Sandbochumer Straße

Beben in Pelkum und Herringen: Stärkste Erschütterung seit November - danach rappelt es erneut

Erdbeben - Seismograph
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Auf der Richterskala hatte das Erdbeben in Hamm die Stärke 2,0.

Im Hammer Westen bebt immer wieder die Erde. In der vergangenen Woche ereignete sich der heftigste Erdstoß seit Anfang November.

Update, 26. Mai, 12.14 Uhr: Das Seismologische Observatorium der Ruhr-Uni Bochum hat die Stärke des Bebens vom Donnerstagvormittag leicht nach oben korrigiert – und zwar auf eine 2,1 auf der Richterskala. Nur wenige Stunden später, um 21.33 Uhr, registrierte die Uni ein weiteres Beben der Stärke 1,4. Am Montag um 16.13 Uhr rappelte es dann erneut. Die Erschütterung gab die Uni mit der Stärke 1,3 an.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Herringen/Pelkum – Im CreativRevier Heinrich Robert haben Schreibtische gewackelt, an der Großen Werlstraße sind Schranktüren aufgegangen und an der August-Bebel-Straße hat es den Menschen am Frühstückstisch „den Boden unter den Füßen weggezogen“. Der Grund: Ein Erdbeben.

Nach Angaben des Seismologischen Observatoriums der Ruhr-Uni Bochum hatte das Beben am Donnerstag, 20. Mai, die Stärke 2,0 auf der Richterskala. Das Epi-Zentrum lag in rund 1,5 Kilometer Tiefe unter der Sandbochumer Straße/Höhe Markscheiderweg.

Starkes Beben im Stadtbezirk

Nur etwa 400 Meter davon entfernt liegt eine Messstation, in der die Schwinggeschwindigkeiten ermittelt werden – also das, was von dem Beben „oben ankommt“. Der Spitzenwert lag bei fast neun Millimetern/Sekunde – so viel wie schon seit Monaten nicht mehr. Das überraschte auch den Leiter des Seismologischen Observatoriums, Dr. Kasper Fischer.

Wie er erklärte, sei das Messgerät an dieser Station gerade erst gewechselt worden. Daher sei das Ergebnis mit Vorsicht zu genießen. In der rund 900 Meter vom Epi-Zentrum entfernt gelegenen Messstation Hamm 13, an der Straße Auf dem Schill, sei eine Schwinggeschwindigkeit von rund drei Millimetern pro Sekunde ermittelt worden.

Beben längst nicht überall zu spüren

Unter anderem gegenüber dem WA, auf der Pelkumer Facebook-Seite und auf erdbebennews.de schilderten Bürger ihre Erlebnisse mit dem Beben. Das war demnach aber auch längst nicht überall in den betroffenen Stadtbezirken Herringen und Pelkum zu spüren. Unter anderem im Ortsteil Lohauserholz und im Bereich Zum Torksfeld haben Nutzer nichts von dem Beben mitbekommen.

Ein Schwerpunkt war die nahe der Sandbochumer Straße gelegene Randsiedlung, wo gleich mehreren Anwohnern der „Schreck in die Glieder gefahren ist“. „Es war nicht das erste Mal, dass es bei uns ordentlich gerappelt hat“, schilderte eine Anwohnerin der August-Bebel-Straße.

Beben sorgen für reichlich Diskussionen - und den einen oder anderen Scherz

Durch die jahrzehntelange Durchpflügung des Untergrunds durch den Bergbau in diesem Bereich kommt es in Pelkum und Herringen immer wieder zu Erschütterungen.

Die Anwohner reagieren darauf sehr sensibel, oft aber auch mit reichlich Humor. Einmal wurde auf der Pelkum-Facebookseite geulkt, dass sogar eine Ziege vor Schreck umgekippt sei. Das Huftier „Elsa“ wurde daraufhin zu einem kleinen Internet-Phänomen.

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