Nachwirkungen des "Corona-Modus"

Bearbeitungsstau wird abgearbeitet: Bürgerämter fahren ihren Betrieb wieder hoch - zentrale Hotline

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In den Ämtern schützen Plexiglasscheiben Mitarbeiter und Kunden.

Knapp drei Monate lang mussten die städtischen Bürgerämter im „Corona-Modus“ arbeiten – dadurch konnten in der Spitze bis zu 10.000 Bürgeranliegen nicht bearbeitet werden.

Seit Anfang Juni fahren die sieben Einrichtungen ihren Betrieb hoch und arbeiten zudem samstags – mit Erfolg: Aktuell sind „nur“ noch knapp 7.000 Anliegen unbearbeitet, teilt die Stadt Hamm mit.

Pro Jahr werden in den sieben Bürgerämtern der Stadt rund 118.000 Bürgeranliegen bearbeitet – darunter beispielsweise rund 59.000 Kfz-An- und Abmeldungen, 32.000 ausgestellte Ausweise und Pässe sowie 24.000 An- und Ummeldungen.

Termin nur nach vorheriger Absprache

Seit Mitte März ist dies nicht mehr ganz so einfach möglich, weil Besuche nur nach vorheriger Terminabsprache möglich sind. Diese Regelung wird zunächst bestehen bleiben“, heißt es von der Stadt. Die Stadt plant aber schon den Normal-Modus: Sollte es das Pandemie-Geschehen zulassen, sollen die Bürgerämter ab Anfang August wieder komplett im Normalbetrieb laufen und vorherige Terminvergaben nicht mehr notwendig sein.

„Unser System mit den dezentralen Bürgerämtern funktioniert gut. Vor der Corona-Pandemie lag die Wartezeit im Schnitt bei weniger als fünf Minuten – und da wollen wir auch wieder hinkommen“, erklärt Bernd Maßmann, Leiter Zentraler Dienst Personal und Organisation bei der Stadt Hamm.

Ämter haben auch samstags geöffnet

Um den Bearbeitungsstau bis Ende Juli abzuarbeiten, öffnen die Bürgerämter während dieses Monats auch samstags. Allein am vergangenen Samstag wurden neben Präsenzterminen rund 1.000 Anliegen erledigt.

Die Abläufe sollen aber weiter optimiert werden. „Wir werden unsere Hotline neu aufstellen und Termine für alle Bürgerämter zentral über eine Rufnummer koordinieren und vergeben. Damit möchten wir den so genannten ‚Anruf-Tourismus‘ unterbinden“, verdeutlicht Maßmann.

Einheitliche Hotline für Termine

Denn in den vergangenen Tagen hatten Bürger verschiedene Bürgerämter angerufen und Termine teilweise doppelt vereinbart – allein in der vergangenen Woche waren es dadurch in vier Tagen rund 33.000 Anrufe, hat die Verwaltung gezählt.

Um den Auswuchs an Mehrfach-Anrufen zu verringern, wurde unter der Rufnummer 17 99 99 eine zentrale Hotline eingerichtet. Die Hotline ist wochentags von 7.30 bis 16 Uhr (mittwochs von 9 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 13 Uhr) mit acht Mitarbeitern besetzt. Dennoch sind auch hier Wartezeiten möglich.

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