Baustelle am Hämmschen

Geht doch! Stadt macht Heessener Metzger ein bisschen glücklicher

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Vor ein paar Tagen blickten Bäcker Bernd Brockmann, Ralf und Ulrike Jörrihsen noch auf zwischengelagerte Spundwände.

Heessen – So schnelle Kooperation ist selten. Kaum hatte der WA bei der Stadt und der Baufirma Heckmann angefragt, ob sich die Baustelle am Hämmschen nicht ein bisschen weiter von der Kreuzung mit dem Dasbecker Weg zurückziehen könnte, da zog sich die Baustelle auch schon zurück!

Freuen wird das das Ehepaar Jörrihsen, denn ihre Metzgerei ist nun deutlich sichtbarer. Genau das war auch der Vorschlag von Ralf Jörrihsen gewesen. Er fragte, ob die Baustelle am Hämmschen nicht von der Kreuzung Am Hämmschen/ Dasbecker Weg zurückweichen könne – idealerweise bis zur Einmündung der Straße „Am Kleibaum“. „Dann könnten die Anwohner wieder zu ihren Grundstücken“, so Jörrihsen, „und es bleiben mehr Parkplätze für die Metzgerei.“

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Wichtigstes Argument für ihn ist aber ein anderes: „Dann ist unser Geschäft wieder sichtbar für die Autofahrer, die den Dasbecker Weg runterkommen oder vom Bockelweg einbiegen.“ Und sichtbar sein kann heißen: mehr Umsatz. Denn der hat abgenommen seit Einrichtung der Baustelle im vergangenen Juli. „Vor allem unser Frühstücksgeschäft hat gelitten“, sagt Ulrike Jörrihsen, „und das liegt daran, dass manche Kunden uns nicht mehr oder erst sehr spät wahrnehmen und dann keinen Parkplatz mehr finden.“

Jetzt wieder freie Sicht: Der Blick auf die Metzgerei Jörrihsen ist jetzt wieder unverbaut.

Des einen Leid, des anderen Freud’: Cousin Bernd Brockmann, der am Bockelweg eine Bäckerei hat, hat derzeit mehr Kunden – auch zum Frühstück. Aber auch nach der Frühstückszeit ist der Umsatz nicht mehr wie vor Einrichtung der Baustelle, und so blieb ihnen trotz zwei weiterer gut gehender Ladengeschäfte in Rünthe und Stockum nichts anderes übrig, als einen Arbeitsplatz in der Produktion zu streichen.

Besserung durch bessere Sichtbarkeit

Die Jörrihsens hoffen, dass sich durch die bessere Sichtbarkeit ihres Geschäfts Besserung einstellt. Wichtig ist ihnen, dass sie weder der Stadt noch der Baufirma Vorwürfe machen: „Die tun, was sie müssen und was sie können“, sagt Ursula Jörrihsen.

Dabei leidet die Metzgerei an dieser Stelle nicht zum ersten Mal unter Baumaßnahmen. Zuletzt nahmen sie Umsatzeinbußen bei der Sanierung des Dasbecker Wegs in Kauf, 2005 bei der Sanierung der Eisenbahnbrücke des Dasbecker Wegs. Und der Umbau der Kreuzung Dasbecker Weg/Am Hämmschen zum Kreisverkehr komme erst noch. Das läppert sich.

Stadt: Zeitlicher Abstand gegeben

Die Stadt sieht keinen Zusammenhang. Ein Sprecher verwies darauf, dass die Baustelle an der Brücke vor rund zehn Jahren gewesen sei: kein zeitlicher Zusammenhang zur aktuellen Maßnahme. Die Baustelle am Dasbecker Weg in Richtung Dasbeck habe keinen räumlichen Zusammenhang zur aktuellen Baumaßnahme. Und der Bau des Kreisverkehrs werde voraussichtlich erst 2021 in Angriff genommen, „sodass auch hier ein zeitlicher Abstand vorhanden sein wird.“

Der Sprecher weiter: „Natürlich sind mehrere Baumaßnahmen an umliegenden Straßen nacheinander kein Vergnügen für die Anlieger - klar ist aber auch, dass wir natürlich nacheinander und nicht parallel bauen müssen, um den Verkehr grundsätzlich aufrecht erhalten zu können.“

So geht's weiter am Hämmschen:

Und so geht es weiter mit der Baustelle am Hämmschen: Nach den Kanalarbeiten bis zur Einmündung Losekenweg werden in der Einmündung Droste-Weg/ Am Hämmschen Kanalbauarbeiten durchgeführt. Im Anschluss daran wird der Straßenbau über die gesamte Strecke zwischen Dasbecker Weg und Droste-Weg gemacht. Der Kreisverkehr wird erst voraussichtlich 2021 in Angriff genommen werden und ist nicht Teil der aktuellen Baumaßnahme.

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