Nervige Bodenwelle wird beseitigt

Baustelle behindert den Verkehr auf der Werler Straße

Besonders Nutzfahrzeuge verursachen einen höllischen Lärm, wenn sie die Bodenwelle im Kreuzungsbereich der Werler Straße mit der Dürer- und Erikastraße überfahren.
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Besonders Nutzfahrzeuge verursachen einen höllischen Lärm, wenn sie die Bodenwelle im Kreuzungsbereich der Werler Straße mit der Dürer- und Erikastraße überfahren.

Auf der Werler Straße in Berge kommt es in Höhe der Gaststätte Nattkemper zu kleineren Beeinträchtigungen des Verkehrs. Der Grund ist eine Baustelle, auf die Anwohner schon seit Monaten warten. Die Arbeiten starten am Mittwoch.

Mit bloßem Auge ist die Unebenheit in der Fahrbahn auf der Werler Straße in Berge kaum zu erkennen. Für die Anwohner allerdings hat die kleine Senkung im Kreuzungsbereich bei der Gaststätte Nattkemper ein große Wirkung – und zwar auf sehr unangenehme Weise. Denn sie erhöht den ohnehin ohrenbetäubenden Lärm auf der stark befahrenen Straße um ein Vielfaches. „Besonders leere Anhänger oder Auflieger springen an dieser Stelle, so dass man sein eigenes Wort im Garten nicht mehr versteht“, erklärt Anwohner Eckhard Lüke, der sich bereits seit knapp zwei Jahren darum bemüht, dass diese kleine Stelle ausgebessert wird.

Jetzt habe er endlich den richtigen Ansprechpartner gefunden, sagte Lülf. Denn zeitnah wird im Kreuzungsbereich eine Baustelle eingerichtet und am Mittwoch, 28. Juli, sollen die Ausbesserungsarbeiten der Fahrbahnoberfläche beginnen. „Es ist damit zu rechnen, dass etwa drei Tage lange der Verkehr an dieser Stelle etwas beeinträchtigt sein wird“, kündigt Bezirksbürgermeister Andreas Obering an.

Bezirksbürgermeister Andreas Obering erfüllte den langersehnten Wunsch von Anwohner Eckhard Lüke (links). Die Lärm verursachende Bodenwelle auf der Werler Straße wird jetzt beseitigt.

An ihn hatte sich Lüke gewandt, „nachdem ich vor den Wahlen bei der Vorgängerin im Amt keinen Zentimeter weiter gekommen war“, so Lüke. Er lobt das schnelle Handeln Oberings und vor allem der Verwaltung, die ebenfalls umgehend reagiert habe. „Anderthalb Jahre lang laufe ich da hinterher. Plötzlich geht alles ganz schnell und unbürokratisch.“

Obering hatte sich zuvor bei einem Ortstermin mit Lüke das Problem selbst angesehen, oder besser angehört. „Wir mussten nicht lange auf ein Beispiel warten“, berichtet der Bezirksbürgermeister. „Innerhalb weniger Minuten war klar, was die Anwohner hier mitmachen.“ Als dann ein Containerwagen vorbeirauschte, dessen Fracht einmal kurz abhob und krachend, begleitet vom Rasseln der Ketten, wieder aufsetzte, war Obering klar: „Hier muss dringend etwas gemacht werden.“ Bei der Verwaltung habe er offene Türen eingerannt, zumal der verhältnismäßig kleine Eingriff aus dem laufenden Etat bestritten werden könne. Dieser kleine Eingriff werde aber eine große Wirkung haben, ist sich Lüke sicher.

Auch Gullydeckel stört

Darüber hinaus hofft der ehemalige Bezirksvertreter, dass auch der Lippeverband tätig wird. Denn unweit der Schadstelle, die jetzt beseitigt wird, gibt es noch einen Gullydeckel, der etwas tiefer sitzt. Auch hier entstehe dadurch zusätzlicher Lärm. An den Straßenlärm an sich haben er und seine Familie sich längst gewöhnt. „Nachhaltig besser würde es wohl nur mit dem Auftragen von Flüsterasphalt. Aber ob dafür jemals Geld in der Kasse sein wird, wage ich zu bezweifeln“, so Lüke.

Flüsterasphalt in weiter Ferne

Ende 2018 tauchte der Abschnitt der Werler Straße zwischen Fischer- und Erikastraße in einer Vorlage der Stadt Hamm auf. Es wurde eine Fahrbahnsanierung und das Auftragen von Flüsterasphalt in Aussicht gestellt. Allerdings unter Vorbehalt: Denn die Maßnahme sollte nur dann durchgeführt werden, wenn der Fördertopf aus dem damaligen Konjunkturpaket III nach Abschluss anderer Maßnahmen noch ausreichend Geld zur Verfügung hat. Das war nicht der Fall. Seitdem ist es ruhig um das Vorhaben geworden. Bislang hat die Stadt Hamm noch keinen anderen Fördertopf anzapfen können, um die Werler Straße zu sanieren. Auch Bezirksbürgermeister Andreas Obering hatte keine bessere Kunde dabei: „Im Moment ist dort nichts geplant.“

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