Mehr Qualität von Ost nach West

Baustelle an Baustelle, um die Fußgängerzone schick zu machen

Baustelle Oststraße: Die Erdarbeiten für die neue Beleuchtung laufen.
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Baustelle Oststraße: Die Erdarbeiten für die neue Beleuchtung laufen. Im Hintergrund sind die Modelle schon erkennbar.

Die Hammer Innenstadt soll aufgewertet werden, klarere Strukturen und mehr Aufenthaltqualität erhalten. In der Oststraße und am Marktplatz haben die ersten Baumaßnahmen zur „Qualitätsoffensive Fußgängerzone“ begonnen. Sie werden weiter fortgesetzt bis zur Persil-Uhr am Westentor.

Hamm – Den politischen Beschluss dazu hatte der Rat der Stadt bereits am 9. Juli 2019 gefasst. Oststraße, östliche Weststraße und Weststraße bis zum Westentor sind bisher ein Sammelsurium uneinheitlicher Stadtmöbel und Leuchten. Von einer neuen, durchgängigen Möblierung erhofft sich die Stadt eine verbindende Wirkung und mehr Aufenthaltsqualität und -dauer. Die Bahnhofstraße bleibt unberücksichtigt, weil dort erst vor wenigen Jahren modernisiert wurde. Bodenbeläge bleiben ebenfalls unverändert.

Durchgängig sollen die drei Fußgängerbereiche durch einen Baumtyp, einen Leuchtentyp und einheitliche Möblierung geprägt sein. Die gemeinsame Gestaltungsleitlinie aus Licht und Stadtmöbeln soll eine Art Leitwirkung für Besucher haben.

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:

Oststraße

In der Oststraße werden acht neue Stelen-Leuchten, zwei neue Spielelemente, drei Bänke und zehn neue Fahrradständer installiert. Es werden keine neuen Bäume gepflanzt.

Der Bücherschrank in der Oststraße wird im Zuge der Arbeiten leicht versetzt, um Raum für die neuen Spielelemente zu schaffen und ist deshalb derzeit abgebaut. Der Schrank, der von Humanitas und Privatpersonen bestückt wird, wird laut Stadt in rund vier bis sechs Wochen wieder aufgestellt.

Marktplatz

Auf dem Marktplatz werden sechs und parallel zur Pauluskirche auf der Seite des Edeka-Marktes 24 neue Fahrradständer aufgestellt.

Es werden zwei neue Bäume an der Ecke Marktplatz/ Oststraße neu gepflanzt.

Weststraße

In der östlichen Weststraße werden sechs Bäume gefällt (mittige Baumreihe), sechs neue Bäume werden in der westlichen Weststraße gepflanzt und insgesamt 20 neue Stelen-Leuchten, sieben Bänke (vier im westlichen Teil), 33 Fahrradständer und drei Spielgeräte aufgestellt.

Dauer

Die Arbeiten in der gesamten Fußgängerzone dauern laut Stadt insgesamt etwa vier Monate, eventuell etwas länger. Da es Probleme mit einer Lieferung von Fahrradständern gegeben habe, werde deren Einbau möglicherweise erst etwas später erfolgen, heißt es von der Stadt.

Es werde im Rahmen der Arbeiten, soweit möglich, abschnittsweise vorgegangen, um möglichst wenig Beeinträchtigungen zu verursachen. Aufgrund der Kleinteiligkeit der Arbeiten und notwendigen Koordination mit den Stadtwerken könne keine detaillierte Zeitplanung für jeden einzelnen Abschnitt genannt werden; einzelne Arbeiten erfolgten auch parallel in der Oststraße und in der Weststraße.

Abfolge

Die Abfolge der Arbeiten ist eine andere als ursprünglich einmal vorgesehen. Eigentlich sollten sie in der westlichen Weststraße beginnen. Der Beginn war sogar schon für Herbst 2019 avisiert worden.

Das Vorgehen sei unter anderem aufgrund der Abstimmung mit den Stadtwerken geändert worden, teilt die Stadt mit. Die Zeit des Lockdowns solle für die Arbeiten im schmalsten Bereich der Fußgängerzone, der Oststraße, genutzt werden. Das veränderte Vorgehen sei mit Stadtmarketing, Büro Innenstadt und den Vertretern der Interessengemeinschaften Oststraße und Weststraße abgestimmt.

Kosten

Die Gesamtkosten beziffert die Stadt auf rund 500.000 Euro. Für die Möblierungselemente gibt es eine 80-prozentige Förderung (Gesamtkosten: 388.000 Euro, davon 20 Prozent Eigenanteil gleich 77.600 Euro). Dazu kommen 112.000 Euro für die Beleuchtung, die nicht gefördert werden.

Eine der neuen Leuchten. Sie sollen sich schon bald durch die Fußgängerzone ziehen.

Einheitliche Beleuchtung

Mit beschlossen hatte der Rat in der Sitzung im Juli 2019 auch ein von einem Berliner Büro entwickeltes „Lichtkonzept“ als Rahmenkonzeption und Orientierung für weitere Planungen. Unter anderem sieht es je nach Straßentyp unterschiedliche Leuchten, Lichtfarben und Lichtpunkthöhen vor. Mit der einheitlichen, warmweißen Beleuchtung in den Fußgängerbereichen ist ein Teil davon jetzt in Umsetzung.

Ausgearbeitet wurden die Elemente der „Qualitätsoffensive“ vom Büro Junker + Kruse Stadtplanung aus Dortmund.

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