200 Euro plus X an der Rosenstraße

Bauland in Hamm immer teurer - auch in Herringen

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Bisher zahlte man in Herringen vergleichsweise wenig Geld für Immobilien. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein, wie das neue Baugebiet an der Rosenstraße zeigt: Auch hier kostet ein Quadratmeter Bauland inzwischen mehr als 200 Euro.

Bauen in Hamm ist teuer und wird immer teurer. Nun ziehen auch die Preise in Herringen kräftig an. Dort zahlte man für Immobilien bisher vergleichsweise wenig.

Herringen – Im Baugebiet „Am Heidekamp“ an der Rosenstraße liegt der Preis für das erschlossene Grundstück zwischen 206 und 218 Euro pro Quadratmeter und damit für Herringer Verhältnisse weit oben. Und dennoch: Ohne groß die Werbetrommel rühren zu müssen, konnte die Grundstückserschließungsgesellschaft der Sparkasse Hamm alle 26 Grundstücke binnen kurzer Zeit an den Mann oder die Frau bringen.

Für die CDU Herringen, die sich jetzt an Ort und Stelle über den Stand der Erschließungsarbeiten informiert hat, ist dies ein Beleg dafür, dass in Herringen auch Baugrundstücke im höheren Preissegment nachgefragt werden – und eben nicht nur öffentlich geförderte Häuser und Wohnungen. Man benötige daher einen guten Mix aus beidem, brachten es CDU-Kreisvorsitzender Arnd Hilwig und Herringens CDU-Chef Peter Scholz auf den Punkt. Hilwig freute sich zudem darüber, dass die Wohnbaulandinitiative in Hamm Früchte trage. Das Angebot an verfügbarem Bauland sei um 20 Prozent gesteigert worden.

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Lärmschutzwall und eine Linde

Ein Beispiel dafür ist die Rosenstraße. Das dortige 16.500 Quadratmeter große Grundstück hinter dem Haus Liedtke hatte die Grundstückserschließungsgesellschaft der Sparkasse von fünf Eigentümern erworben. „Seit zwei Jahren sind wir hier unterwegs“, stellte Klaus-Dieter Ruck von der Sparkasse fest.

26 Grundstücke entstehen am neuen Baugebiet Rosenstraße – hier werden die Pläne vorgestellt.

Mit 10.500 Quadratmetern konnte das Unternehmen allerdings nur rund zwei Drittel der Gesamtfläche vermarkten. Ruck begründete dies unter anderem mit dem Lärmschutzwall als Abgrenzung zum Haus Liedtke, der Platz wegnimmt. Auch eine große Linde müsse erhalten werden. Wie er weiter ausführte, bietet das Baugebiet Platz für drei Doppelhaushälften und 20 freistehende Einfamilienhäuser. Die Größe der Grundstücke variiert zwischen 260 und 600 Quadratmetern.

Preissteigerung schreckt nicht ab

Dass das Baugebiet am Rande des Naherholungsgebiets Sundern vor allem bei Menschen aus Herringen begehrt ist, zeigt Ruck auch der Umstand, dass viele Bauwillige trotz zwischenzeitlicher Verzögerungen und einer Preissteigerung bei der Stange geblieben sind.

Noch Ende 2018 war Ruck davon ausgegangen, dass der Quadratmeterpreis zwischen 189 und 199 Euro liegt. Aufgrund der Preisentwicklung auf dem Baumarkt habe man dies aber nicht mehr halten können. Von den damaligen Interessenten sei dennoch nur einer abgesprungen, sagte Ruck.

Endausbau spätestens Anfang 2021

Die Erschließungsarbeiten an der Rosenstraße laufen seit Ende Juli. Es wurden bereits die Kanäle und ein Teil der Leitungen verlegt. Ruck und sein Kollege Tobias Böhm gehen davon aus, dass mit Fertigstellung der Baustraße Mitte Oktober auch mit dem Hausbau begonnen werden kann.

Per Vertrag mit der Sparkasse haben sich die Häuslebauer dazu verpflichtet, binnen zwei Jahren damit zu starten. Sobald 80 Prozent der Grundstücke bebaut sind, kann der Endausbau erfolgen. Ruck ist zuversichtlich, dass dies spätestens Anfang 2021 so weit ist.

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