1,6 Millionen Euro für die Grundschule in der Mark

Bauboom durchkreuzt Planungen für die Kettelerschule

Die ganzheitliche Sanierung der Kettelerschule an der Heithofer Allee in Hamm-Mark soll nach mehreren Verzögerungen dieses Jahr beginnen.
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Die Ruhe vor dem Sturm oder vor dem Baulärm: Die ganzheitliche Sanierung der Kettelerschule soll nach mehreren Verzögerungen dieses Jahr beginnen. Unter anderem wird der Pausengang (Mitte) so verändert, dass er nicht mehr als Treffpunkt für ungebetene Gäste missbraucht wird.

Verzögerungen auf dem Bau sind in diesen Zeiten an der Regel. Das erklärt, warum an der Kettelerschule nach wie vor der Schulalltag die Szenerie bestimmt. Eigentlich sollte längst die ganzheitliche Sanierung begonnen haben.

Mark – Von Bauarbeiten ist aber keine Spur. Mehrfach ist es zu Verschiebungen gekommen. Im Herbst schloss die Stadtverwaltung einen Start noch vor Weihnachten nicht aus. Doch die Handwerker sind bis heute ferngeblieben. Und wann es losgeht, steht immer noch nicht fest. „Aktuell können wir mit Blick auf die weiterhin laufende Planung noch keine konkreten Angaben machen“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. „Klar ist jedoch, dass wir in diesem Jahr mit der Baumaßnahme starten werden.“

Mit 1,6 Millionen Euro zählt die ganzheitliche Sanierung zu den größten städtischen Ausgaben im Bezirk Uentrop. Die Bezirksvertretung beschloss bereits im März 2019 den ersten Bauabschnitt. Mittlerweile ist auch das Geld für den zweiten Teil in den Haushalt eingestellt und beschlossen.

Dass es bei der Umsetzung hakt, ist dem Bauboom geschuldet. Die Stadtverwaltung schließt weitere negative Folgen nicht aus.

Kosten für Sanierung der Kettelerschule könnten steigen

„Aufgrund der veränderten Situation in der Bauwirtschaft, die mit Materialknappheit und steigenden Baupreisen einhergeht, kann es weiterhin zu steigenden Preisen und Bauverzögerungen kommen“, sagt der Stadtsprecher. Insbesondere Lieferengpässe seien ein Problem und das nicht nur in Hamm. Bauherren, Planer und Handwerker hätten keinen Einfluss darauf. Erst nach den Ausschreibungen der Bauleistungen könne die Verwaltung genauere Angaben zur Terminierung und zu möglichen Kostensteigerungen machen.

Die Planung der Sanierung hat die Stadt bereits im vergangenen Jahr vergeben. In den Osterferien 2020 sollten die Arbeiten beginnen. Daraus wurde nichts. „Corona-bedingt kam es zu Kapazitätsverschiebungen und Verzögerungen“, sagt Huster. Das habe bereits die Planungsleistungen betroffen, so dass Terminierungen von Baumaßnahmen neu geordnet werden mussten. „Die Planung läuft derzeit noch. Die Ausschreibungen der Bauleistungen werden zeitnah erfolgen“, sagt er.

Mehrere Bauabschnitte in der Mark

Im Kern besteht die Kettelerschule seit dem Jahr 1961. Ein Klassentrakt kam 1974 hinzu. Die ganzheitliche Sanierung gilt dem Altbestand, das heißt ohne die offene Ganztagsschule. Sie entstand erst 2011. Für die Arbeiten sind mehrere Bauabschnitte vorgesehen.

Nach ursprünglicher Planung sollten zunächst die Aula und der Verwaltungstrakt mitsamt zweier Klassenräume, dem Bereich der Schulleitung und dem Lehrerzimmer saniert werden. Die Klassenräume im Obergeschoss werden renoviert sowie akustisch und energetisch optimiert. Sie erhalten eine neue Beleuchtung und einen außen liegenden Sonnenschutz.

Unerwünschte Gruppen in Pausenhalle

Das Gebäude wird brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu wird außen eine neue Fluchttreppe angebracht. Zurzeit ist nur ein Treppenhaus vorhanden, das in die Aula mündet. Die Aula wird ebenso optimiert. Die Sanitäranlagen im Erdgeschoss werden zeitgemäß umgebaut. Die Sporthalle erhält durch eine Ausgangstür einen zweiten Fluchtweg. Sie ersetzt das Fluchtfenster im Geräteraum.

Die Eingangssituation der Schule mit dem offenen Pausengang zur Sporthalle bekommt eine neue Gestaltung. Das Problem: Der Bereich ist von außen nur schwer einsehbar. Das lockt ungebetene Gäste an. So habe sich hier ein Treffpunkt „nicht erwünschter Gruppen“ entwickelt, die allabendlich ihren Müll und weitere Verunreinigungen hinterließen, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zur Sanierung. Durch eine so genannte Einhausung des Pausengangs – mit Eingangstür – will sie das künftig verhindern.

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