Nacholger der legendären „Tenne“ öffnet wieder

„Invas Dance Club“: Live-Konzerte und Theke mit acht Zapfhähnen

Dort kommt die neue Theke hin.
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Dort kommt die neue Theke hin: Eine besondere Ausschankstation mit acht Zapfhähnen soll es werden, wie der Gesellschafter Werner Müller erklärt.

„Große Partys werfen ihre Schatten voraus“ – unter diesem Motto können die umfassenden Bauarbeiten gesehen werden, die derzeit in „Invas Dance Club“ in Hamm erfolgen.

Hamm - Eine Bühne für Live-Entertainment, eine neue Theke und viele Details, die der Besucher zunächst gar nicht sieht, werden hier aktuell eingebaut. Wenn der Club an der Kamener Straße 178 in Pelkum am 3. September wiedereröffnet wird, wollen die Betreiber mit allen Schlager-, Disco- und Tanzfreunden feiern.

Theke

Wer die Räume des Clubs betritt, ist von der Baustellen-Situation beeindruckt: „Nur für die alte Theke haben wir einen 15 Kubikmeter großen Container kommen lassen“, sagt Gesellschafter Werner Müller. Wo einst der große Tresen stand, prangt nun eine große Lücke im Fußboden. Diese soll aber zeitnah geschlossen werden – und zwar ganz modern: Die neue Theke wird schließlich multifunktionell sein und über acht Zapfhähne verfügen. So wollen die Veranstalter weg vom Flaschenbier, hin zum schnellen, sauber gezapften Bier kommen. „Außerdem ist diese Theke nicht so tief, was den Tänzern und Gästen auf ihren Wegen mehr Platz verschafft“, erklärt Müller.

Licht und Klang

Die neue Lichtanlage soll ebenfalls nicht nur beeindruckender, sondern auch bedienungsfreundlicher werden: „Zuerst haben wir die alte Glühbirnentechnik ausgebaut und entsorgt“, sagt Müller. Während bei dieser früher ein eigener „Light-Jockey“ für die passenden, stimmungsvollen Lichteffekte sorgte, bietet die neue, computergesteuerte LED-Technik vollkommen neue Möglichkeiten: Da kann der DJ alles entsprechend seiner Musik in verschiedenen Varianten vorprogrammieren und je nach Bedarf über ein Pad abrufen, erklärt der Gesellschafter. Zudem wurde neben dem Leistungsvermögen der Licht- auch das der Soundanlage erheblich erhöht.

„Seit die Tenne in den 1960er-Jahren an den Start ging, wurde immer wieder nachgerüstet“, so Müller. Nun sei ein umfassender, neuer Standard vorhanden.

Konzertbühne

Eine weitere, zukunftsträchtige Erneuerung, an der derzeit gearbeitet wird, ist die Bühne, die im Bereich der früheren kleinen Theke, links hinter dem Eingang, entsteht. „Die Bühne wird etwa vier Meter tief und viereinhalb Meter breit sein, sodass zukünftig auch richtige Live-Konzerte möglich werden“, so Müller. Dazu werde auch die Decke im Bühnen-Bereich angehoben.

Lüftungsanlage

Andere Dinge würden ebenfalls durchgeführt, seien später für den Besucher aber nicht zu sehen: Die Be- und Entlüftungsanlage hat eine Rundum-Erneuerung mitsamt neuen Filtern erhalten und auch die neue Küche, durch die zukünftig frische Snacks angeboten werden können, komme den Gästen zugute. „Auch wenn die Corona-Zeit wehtut, so haben wir uns vom Invas Dance Club entschlossen, all dies zu tun, da wir an den Standort glauben“, so Müller.

Partykonzept

Nach der „glorreichen“ Tenne-Zeit habe man das Publikum etwas verjüngen wollen. Das sei gut gelungen, indem freitags die Schlagerfreunde nach wie vor zu ihrem Recht kämen und samstags, mit verschiedenen Partyformaten auch ein überregionales Publikum angezogen werde. Ob polnische, albanische, russische oder türkische Partys, Black-Music-Nights oder Hardcore-Events – alles finde seine Fans. Und noch weiter gehende Gedanken haben sich die Betreiber gemacht: Ein Bus-Shuttle-Service zum Hauptbahnhof oder Veranstaltungen mit Einbeziehung des Außenbereichs würden konkret durchdacht.

Unterstützung

„Ja, es war ärgerlich, dass wir keine Hilfsgelder bekommen haben, da es Invas Dance Club noch nicht lange genug gibt“, so Müller. Doch der ursprüngliche Erfolg nach dem Start, die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und das herzliche Verhältnis mit den Vermietern, der Familie Holtsträter, habe sie veranlasst, noch einmal tief in die eigene Tasche zu greifen und die Investitionen zu tätigen. „Wir unterstützen die Betreiber gerne, sei es durch praktische Hilfe oder das Entgegenkommen in schweren Zeiten“, sagt Heizungsbauermeister und Vermieter Horst Holtsträter.

„Jetzt hoffen wir alle, dass die Handwerker ihr Material rechtzeitig bekommen, pünktlich fertig werden und auch Corona keinen Strich durch die Rechnung macht“, so Müller.

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