Nadelöhr im Hammer Westen

Frust über Stillstand der Baustelle Ahsebrücke - Was ist passiert?

Das Ausmaß der festgestellten Schäden im Brückenüberbau macht zusätzliche Arbeiten erforderlich.
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Das Ausmaß der festgestellten Schäden im Brückenüberbau macht zusätzliche Arbeiten erforderlich. Nun müssen zunächst weitere Untersuchungen abgewartet werden.

Seit März 2021 ist die Ahsebrücke auf der Marker Allee in Hamm eine Baustelle. Diese sollte eigentlich bis Ende Juli beendet sein. Doch auch jetzt, Anfang August, ist dort noch eine Baustelle. Warum?

Hamm-Osten - Stillstand herrscht auf der Marker Allee nur ganz selten – zumindest, was den Straßenverkehr angeht, schließlich ist sie als Verbindung zwischen den Bezirken Mitte und Uentrop sehr beliebt und viel befahren. Das ist auch aktuell so, und dennoch herrscht Stillstand – in diesem Fall allerdings was die Bauarbeiten angeht, die dort im Bereich der Ahsebrücke bereits im März begonnen hatte und derzeit ruhen.

„Im Zuge der Bauarbeiten an der Ahsebrücke im Verlauf der Marker Allee wurden im Beton des Überbaus der Brücke im Kappenbereich Schäden entdeckt. Diese konnten erst im Zuge der Sanierung – nach Freilegung der Bereiche – festgestellt werden“, erklärt Stadtsprecher Tobias Köbberling. Heißt: Die Schäden waren zwar bei einer Untersuchung vorab bereits festgestellt worden, doch erst bei der Freilegung zeigte sich das ganze Ausmaß. Und das macht nun neue Maßnahmen notwendig.

„Die Art der Schäden erforderte nun eine zusätzliche statische Untersuchung der Brücke“, erklärt der Sprecher der Hammer Verwaltung. Ein Ingenieurbüro sei daher mit den weiteren Untersuchungen und den statischen Nachweisen beauftragt worden, sodass diese Ergebnisse erst abgewartet werden müssen. Deshalb geht an der Baustelle derzeit nichts.

Ahsebrücke bleibt Baustelle, Nadelöhr bleibt erhalten

Unverändert ist daher auch die Situation im Brückenbereich, die weiterhin nur ein einspuriges Befahren möglich macht und die die Marker Allee in diesem Bereich deshalb auch bis auf weiteres ein Nadelöhr bleiben lässt. „Nach Abschluss der notwendigen Berechnungen können die Arbeiten voraussichtlich fortgesetzt werden“, sagt der Stadtsprecher. Noch etwa zwei Wochen werde dies voraussichtlich dauern. Eine Prognose, wann die Arbeiten abgeschlossen sind und die Brücke wieder freigegeben werden kann, sei angesichts der noch nicht vorliegenden Ergebnisse allerdings schwierig abzugeben. Wenn alles gut laufe, könne dies Anfang Oktober der Fall sein.

Die Brückensanierung war seit Juni 2020 beschlossene Sache. Sie ist erforderlich, nachdem eine Brückenprüfung „vielfältige Schäden“ an dem Bauwerk aus dem Jahr 1969 ergab.

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