Hammer Band Giant Rooks: Überall auf der Überholspur

+
Finn Thomas, Jonathan Wischniowski, Finn Schwieters, Frederik Rabe und Luca Göttner (von links) sind „Giant Rooks“. Viel live zu spielen, irgendwann ein Label zu finden und ein Album zu veröffentlichen sind die nächsten Ziele der Band.

Hamm - Vor knapp zwei Jahren spielte die Hammer Band Giant Rooks ihren ersten Auftritt und gewannen damals im Kubus direkt einen Nachwuchspreis und eine Studio-Aufnahme. Inzwischen hat der Song „Småland“ mit dem dazu entstandenen Video fast 9000 Clicks auf Youtube.

Die Arbeiten an ihrer Debüt-EP stehen kurz vor dem Abschluss, und 1Live-Radio-DJ Klaus Fiehe adelte das Quintett zuletzt als das Beste, was Hamm musikalisch in den vergangenen 30 Jahren hervorgebracht hätte. Dabei sind „Giant Rooks“ im Schnitt gerade einmal 17 und ein halbes Jahr alt.

Wächst hier etwas Großes? Manches spricht dafür.

Auftritt beim Weserlieder-Festival Ende Juli in Minden.

In ihrem jungen Alter haben sich Frederik Rabe (Gesang, Gitarre, Percussions, Synthesizer), Finn Schwieters (Gitarre), Luca Göttner (Bass), Finn Thomas (Schlagzeug) und Jonathan Wischniowski (Piano, Synthesizer) binnen kürzester Zeit auf nationale Bühnen vorgespielt. Mit „Småland“ ist ein Stück entstanden, das eine außergewöhnliche musikalische Souveränität ausstrahlt und den Provinzrock-Probenraum-Mief mühelos hinter sich lässt.

Nominiert für "popUP NRW-Preis"

Am 22. August im Kölner Stadtgarten könnte „Giant Rooks“ der nächste große Coup gelingen: Die Band ist neben 13 weiteren nominiert für den „popUP NRW-Preis“ in der Kategorie „Best Newcomer NRW“. Selbst wenn es mit dem Preis und dem Fördergeld von 2500 Euro nichts würde, hätte die Band vor prominent besetzter Jury und zahlreichen Köpfen aus der Musikbranche eine weitere Duftmarke hinterlassen.

Die junge Hammer Band Giant Rooks - Eindrücke

Metal und Punk, wofür sich viele Nachwuchs-Musiker in Hamm entscheiden, wäre für sie nie ein Thema gewesen, sagen Frederik Rabe (19) und Finn Thomas (16). Während andere fleißig Musik-Dateien aus dem Internet herunterluden, widmeten sie und ihre Band-Kollegen sich lieber den Plattenschränken ihrer Eltern. Was sie dort vorfanden, saugten sie begierig auf und kombinierten es im Probenraum mit Einflüssen zeitgenössischer Alternative-Künstler.

Alt-J, Arcade Fire, Half Moon Run, Balthazar oder James Blake nennen sie als Einflüsse, die den gemeinsamen musikalischen Nenner von „Giant Rooks“ ergaben. Als „Art Pop“ bezeichnen sie ihre Musik, weil sie neben Pop-Elementen immer auch durch das künstlerische Experimentieren und die Suche nach dem Eigenen geprägt sei, sagt Rabe. Mit im Spiel ist immer ein gehöriger Schuss Melancholie, wie er für „Småland“ prägend und auch auf der bevorstehenden EP anzutreffen ist.

Die Titel werden zwar auch auf den einschlägigen Internetplattformen anzutreffen sein, doch viel mehr freut sich die Band auf den physischen Tonträger in Form einer CD. „Am liebsten hätten wir eine echte Vinyl-Platte gemacht“, so Rabe, „doch dafür fehlten uns die Mittel“.

Manager und Booker in Berlin

Dafür haben „Giant Rooks“ bereits das, wovon andere träumen: einen Manager und einen Booker in Berlin, die die Band kontinuierlich mit Auftritten versorgen. Aufmerksam wurden diese auf die Band aus dem vergleichsweise winzigen Hamm durch deren Auftritt im Münsteraner In-Club „Gleis 22“. In Münster spielt „Giant Rooks“ am Freitag wieder beim „Auf weiter Flur“-Festival am Maikotten.

Möglichst viel live zu spielen sei das Ziel, so Finn Thomas. Irgendwann solle aus den Festivalauftritten dann einmal eine echte Tournee werden, vielleicht im Vorprogramm einer bekannteren Gruppe. Momentan aber noch als „Ferienprojekt“, denn drei Fünftel der Band wollen zunächst ihre Schullaufbahn abschließen. Musikalisch wird „Giant Rooks“ dann immer noch vieles offen stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare