Geld ist da, Zeitplan folgt

Bahnhof Bockum-Hövel: Das sind die Pläne für den Umbau

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Nichts bleibt wie es war: Am Bahnhofsstandort Bockum-Hövel wird demnächst eine Liste mit Erneuerungen und Verbesserungen umgesetzt.

Es gibt eine Art Perspektive für den Umbau des Bockum-Höveler Bahnhofs. Und in Sachen Geld sogar Klarheit.

Hamm – Der Bockum-Höveler Bahnhof war ein zentrales Thema in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung. Mit einem festen Datum für den lange geplanten Umbau wartete Jörg Seelmeyer, Bahnhofsmanager der DB für den Bereich Dortmund, bei seinem Sachstandsbericht aber auch diesmal nicht auf. Doch er sagte: „Die dicksten Bretter sind gebohrt, das Geld ist da.“ Und die Maßnahme müsse in den kommenden vier Jahren umgesetzt werden, sonst seien die Fördermittel aus der Modernisierungsinitiative 2 NRW (MOF 2) wieder weg.

Zunächst lenkte Carsten Gniot, Leiter der Verkehrsplanung in Hamm, den Blick auf den aktuellen Stand. „Wir waren sehr erfolgreich“, sagt er und zählte unter anderem die Verdoppelung der Fahrgastzahlen, die Zunahme des Verkehrs um 40 Prozent, die Schaffung von 150 Parkplätzen, die Erweiterung der Fahrradabstellanlage auf 80 Plätze und die Schaffung einer Bushaltestelle am Bahnhof auf. Im Rahmen des neuen Fahrplans werde zusätzlich die Linie 15 dort halten, sagte er. Zudem bat er die Bezirksvertreter, zunächst die Baumaßnamen der Bahn abzuwarten, bevor die Stadt am Bahnhof aktiv werde. Es mache keinen Sinn, dort etwas zu bauen, was hinterher für diese Arbeiten wieder abgerissen werden müsse. Allerdings werde er die vielen Anregungen aus den Anträgen für die städtische Planung mitnehmen, und er bat um weitere Vorschläge.

Seelmeyer trug zunächst noch einmal vor, welche Maßnahmen am Bahnhof geplant sind. Der Umbau an sich sei eigentlich recht banal und dauere etwa vier bis sechs Monate. Für jeden Bahnsteig stünden 1 Million Euro zur Verfügung.

Belastbarer Termin noch in diesem Jahr

Für den Umbau von drei Weichen müssten allerdings Sperrpausen eingerichtet werden, insbesondere nachts und an den Feiertagen. Diese in die Betriebsplanung zu integrieren sei jedoch anspruchsvoll. Denn derzeit gebe es zahlreiche Baumaßnamen im Schienennetz. Aus diesem Grund sei der Umbau des Bockum-Höveler Bahnhofs 2018 auch verschoben worden, denn über diese Gleise habe eine Ausweichstrecke geführt. Seelmeyer versprach aber, dass noch in diesem Jahr ein „belastbarer Termin“ feststehen werde.

Paul Kownatzki (SPD) wies darauf hin, dass die SPD eine Liste mit Ideen zur Verbesserung des Bahnhofs erarbeitet habe. Darin sei auch der Vorschlag, ein stillgelegtes Endgleis am Bahnhof zu entfernen, um dort weiteren Raum für Parkplätze zu schaffen. Seelmeyer räumte ein, dass das in den aktuellen Planungen nicht berücksichtigt sei. Er sicherte jedoch zu, die Idee mitzunehmen. Eine Ergänzung der Planung sei noch möglich.

Auf die Frage, ob denn auch das Bahnhofsgebäude im Rahmen des Umbaus aufgehübscht werde, hatte Seelmeyer keine Antwort. Das verantworte die DB Netz AG. „Aber auch ich fände es toll, wenn wir den Bahnhof schick und neu machen und einen Pott Farbe an die Wand bringen“, sagte er und versprach das Anliegen weiterzutragen.

Die wichtigsten Umbauten:

  • Verlängerung des Bahnsteigs auf 185 Meter und Erhöhung auf 76 Zentimeter.
  • Behindertengerechte Gestaltung mit Einbau eines taktilen Leitsystems und tiefergehängten Vitrinen, damit auch Rollstuhlfahrer den Fahrplan lesen können.
  • Neue Ausstattung mit Beleuchtung und Sitzen.
  • Anpassung der Zugänge.
  • Anpassung der Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie der Oberleitung.

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