Aktuelle Zahlen

Babyboom dank Lockdown? So sieht‘s in Hamm aus

Ein Baby klammert sich an einen Finger seiner Mutter.
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Die Zahl der Geburten an der Kölner Uniklinik ist erneut angestiegen (Symbolbild).

Während des Lockdowns gab es wenig zu tun, viele Paare und Familien waren hauptsächlich zu Hause. So mancher nahm an, nun komme ein Corona-Babyboom. Aber stimmt das auch?

Hamm - Der Corona-Babyboom ist bisher in Hamm ausgeblieben. Die Hammer haben im vergangenen Jahr etwas weniger Babys bekommen als im Vorjahr. 2020 hat das Standesamt 1493 Geburten beurkundet, bei denen die Eltern einen Wohnsitz in Hamm haben. 2019 waren es mit 1604 Geburten deutlich mehr.

So mancher hatte zu Beginn des ersten Lockdowns mit einem Corona-Babyboom gerechnet – rein zahlenmäßig ist der bisher nicht eingetreten. Auch in den Hammer Krankenhäusern ist die Zahl der Geburten gesunken: 2019 kamen in der Barbaraklinik 733 Babys auf die Welt, 2020 waren es 671. Im EVK wurden 2019 1537 Kinder geboren, 2020 waren es 1493.

Dass in den Hammer Kliniken mehr Kinder entbunden werden, als später mit Wohnsitz in Hamm gemeldet werden, liegt unter anderem daran, dass insbesondere im EVK viele Frauen aus dem Umland ihre Kinder bekommen: Das Krankenhaus ist ein Perinatalzentrum der Stufe 1, es hat also unter anderem eine angeschlossene Kinderklinik sowie eine Frühchenstation. Eine Klinik-Sprecherin erklärt auch die vergleichsweise hohe Kaiserschnittrate damit, dass viele Risikoschwangere aus der Umgebung ihre Kinder dort bekommen – und diese haben häufiger einen Kaiserschnitt als Frauen ohne besondere Risiken.

Die Pandemie bringt auch für viele Schwangere Schwierigkeiten mit sich - insbesondere, wenn sie selbst an Corona erkranken.

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