Urteil liegt über Forderung der Staatsanwaltschaft

Baby nach Misshandlung tot: Hohe Haftstrafe für Vater

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Symbolbild

Dortmund/Hamm - Das Dortmunder Schwurgericht hat einen 38-jährigen Familienvater aus Hamm wegen der monatelangen und letztlich tödlichen Misshandlung seines Sohnes zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt.

Die Strafkammer unter Vorsitz von Wolfgang Meyer ging damit im Strafmaß ein halbes Jahr über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Der Angeklagte gilt als überführt, seinen zunächst erst wenige Wochen alten leiblichen Sohn monatelang brutal misshandelt zu haben.

Das Kind starb im Juli 2015 im Alter von zehn Monaten an den Folgen entzündeter Wunden. Bei der Obduktion wurden unter anderem mehrere Knochenbrüche, vier heraus geschlagene Zähne und weitere Spuren schlimmer Misshandlungen gefunden.

Nach Überzeugung des Gerichts reagierte sich der Mann mit Schlägen an dem Baby ab, wenn er Streit mit der Kindsmutter hatte. Der Angeklagte hatte die brutalen Übergriffe bei seiner Festnahme zunächst zugegeben, später aber abgestritten.

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