Extremismus

Rechte Terrorzelle mit Mitglied aus Hamm: Weitere Spur führt nach Polen

Mutmaßliche rechte Terrorzelle - Festgenommene beim BGH
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Die Ermittlungen im Zuge der Terrorzelle S. führen nun nach Polen.

Acht Monate nach der Festnahme des Hammer Polizeimitarbeiters Thorsten W. als mutmaßlicher Unterstützer der so genannten „Terrorzelle S.“ führt die Spur nunmehr auch nach Polen.

Hamm – Wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, soll ein Ende September von polnischen Spezialkräften festgenommener mutmaßlicher deutscher Rechtsextremist Kontakt zur „Gruppe S.“ gehabt haben. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sei der 62-jährige Elektriker Jürgen K. zeitweise eine Kontaktperson der Gruppierung gewesen, berichtete das Magazin. Welche Verbindungen der in Polen lebende Deutsche genau zur „Gruppe S.“ hatte, werde noch geprüft.

Bereits nach der Festnahme von K. hatte ein Sprecher des zuständigen Ministeriums in Polen mitgeteilt, der Deutsche werde verdächtigt, einer „organisierten kriminellen Gruppe terroristischer Art“ anzugehören. Bei der Polizeiaktion gegen K. in Polen waren 1,2 Kilogramm Sprengstoff und Munition entdeckt worden. Laut „Spiegel“ ging der Festnahme des Mannes offenbar ein Hinweis deutscher Ermittler an deren polnische Kollegen voraus.

Rechte Terrorzelle mit Mitglied aus Hamm: Anfang 2020 aufgeflogen

Gegen mutmaßliche Mitglieder der „Gruppe S.“ ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Die im Februar 2020 aufgeflogene Gruppierung soll die Absicht gehabt haben, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime in Deutschland „bürgerkriegsähnliche Zustände“ herbeizuführen.

Thorsten W. wurde mit den übrigen „Gruppe-S“-Beschuldigten am 14. Februar festgenommen. Er sitzt weiterhin in U-Haft, der Generalbundesanwalt in Karlsruhe führt die Ermittlungen. Anklagen sind bislang nicht erhoben.

5.000 Euro für den Ankauf von Waffen und Munition. Falls nötig, auch mehr Geld: Das ist der Betrag gewesen, den der Hammer Polizei-Verwaltungsbeamte Thorsten W. der unter Terrorverdacht stehenden „Gruppe S.“ zuschustern wollte.

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