Viele Stimmen für ein Außenbecken: Nach SPD fordern auch CDU und Pro Hamm Aufwertung des Sport-Aquariums

Der Außenbereich des Sport-Aquariums: Mittlerweile sprechen sich drei Parteien im Stadtbezirk für eine Aufwertung des Bereichs aus.
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Der Außenbereich des Sport-Aquariums: Mittlerweile sprechen sich drei Parteien im Stadtbezirk für eine Aufwertung des Bereichs aus.

Dann sollte es doch eigentlich etwas werden: Als erste haben die Bockum-Höveler Sozialdemokraten sich dafür eingesetzt, dass der Außenbereich des Bockum-Höveler Hallenbades „Sport-Aquarium“ aufgewertet werden soll. Die CDU zog in ihrem Wahlprogramm nach. Jetzt verfolgt auch die Wählergruppe Pro Hamm dieses Ziel.

Bockum-Hövel – Hartmut Weber, SPD-Kandidat für das Amt des Bezirksvorstehers, kann auch auf die Unterstützung durch den OB-Kandidaten, Marc Herter, verweisen. Der ist immerhin auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke, die bekanntlich die Hammer Bäder betreiben.

Zehn mal zehn Meter soll das neue Außenbecken nach den Vorstellungen der SPD messen. Ein größeres sei wahrscheinlich nicht machbar, meint Weber. Und man habe sich informiert: Die Kosten dafür betrügen einschließlich Technik rund 450.000 Euro. Man habe den Wunsch, dass die Stadtwerke das Becken finanzieren sollten, und das sei ein Preis, den die Stadtwerke aufbringen könnten.

Attraktivere Schwimmbäder

Vor 25 Jahren habe es den Bäderkompromiss gegeben, wonach das Maximare neu zu bauen sei und in allen Stadtbezirken Schwimmbäder erhalten bleiben sollten. Neben den beiden Freibädern Südbad und Selbachpark gehöre in Bockum-Hövel das Sport-Aquarium als Hallenbad dazu.

Inzwischen hätten sich die gesellschaftlichen Verhältnisse und andere Voraussetzungen verändert. Unter anderem gebe es durch den Klimawandel im Sommer immer mehr Hitzeperioden, was den Drang in die Freibäder verstärke. Lange Wege seien unbeliebt und daher nähmen viele lieber ein Bad in Lippe und Kanal. Dem sollte Rechnung getragen werden und das Sport-Aquarium in ein kombiniertes Hallen- und Freibad umfunktioniert werden. Ein zehn mal zehn Meter großes Außenbecken mit einer Tiefe von 1,35 Metern wäre aus Sicht der SPD eine familiengerechte Lösung, so Weber.

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Wasserspiellandschaft für Kinder

Auf Zustimmung stieß die Idee, den Außenbereich aufzuwerten, auch bei der CDU Bockum-Hövel. Auch die Christdemokraten schrieben in ihr Wahlprogramm als Forderung eine Steigerung der Aufenthaltsqualität mit Neubau eines Außenbeckens. Zur Größe äußern sie sich nicht.

Jetzt schließt sich die Wählergruppe Pro Hamm mit einem erweiterten Vorschlag an. Sie will, dass der Liegebereich erweitert wird und der angrenzende Spielplatz zwischen dem Wäldchen und dem Hallenbad in das Badgelände integriert sowie mit einer Wasserspiellandschaft für Kinder versehen wird. Der Spielplatz werde zurzeit kaum genutzt und sei auch wahrlich kein Blickfang, stellt Nihat Altun, Bockum-Höveler Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm, fest.

Verbesserungspotential: Öffentlicher Nahverkehr

Gespräche mit den Bürgern vor Ort hätten gezeigt, dass für viele, die über kein eigenes Auto verfügten, eine Fahrt in die Hammer Freibäder immer noch eine große Herausforderung darstelle, glaubt Altun. Die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs aus Bockum-Hövel zu den Freibädern sei bis heute nicht zufriedenstellend.

Benötigt werde ein lokales Angebot, das notfalls fußläufig erreichbar sei. Schließlich sei Bockum-Hövel ein einwohnerstarker Bezirk, und so würde eine Aufwertung des Sport-Aquariums nach Vorstellung Altuns auch eine stärkere Besucherfrequentierung des Bades zu Folge haben.

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