Beklemmende Worte des Angeklagten

Sex mit 13-Jährigem: "Der hat das freiwillig gemacht..."

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Symbolbild

Hamm/Dortmund - Im Prozess um sexuelle Übergriffe auf einen 13-jährigen Jungen hat der Angeklagte ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Seine Worte sorgten im Gerichtssaal für Beklemmung.

Vor der Jugendschutzkammer des Dortmunder Landgerichts schilderte der 47-Jährige in kurzen nüchternen Sätzen, wie er den Jungen kennengelernt und mit ihm gegen Geld Sex gehabt habe. 

Beklemmende Stille herrschte im Gerichtssaal, als der vielfach und einschlägig vorbestrafte Mann lapidar und unbewegt behauptete, dass der 13-jährige freiwillig mit ihm Sex in einem Gebüsch und zweimal auf einer Toilette in der Stadtbücherei im Kleist-Forum gehabt habe: "Der hat das freiwillig gemacht für das Geld, das ich ihm jedes Mal gegeben habe. Sonst wäre er doch nicht wieder gekommen."

Spielzeug gegen Sex: Mann verführt Jungen am Bahnhof

Der Angeklagte lebte nach seiner letzten Haftentlassung auf der Straße, erbettelte sich seinen Lebensunterhalt und Drogenkonsum am Hauptbahnhof. "Hier habe ich jeden Tag zwischen 60 und 70 Euro gemacht", erklärte der Mann den Richtern, die sich über die Geldzahlungen des Obdachlosen von 10 bis 25 Euro an den Jungen wunderten.

Gefasst wurde der Sextäter in flagranti auf einer Toilette im Kleistforum  - Sicherheitskräfte waren misstrauisch geworden.

Der Angeklagte behauptet, zur Tatzeit Unmengen von Alkohol sowie regelmäßig auch Drogen konsumiert zu haben. Er sei seit vielen Jahren massiv abhängig, habe aber nie die Chance erhalten, eine Entziehungskur zu machen.

Der Prozess wird am 10. April fortgesetzt.

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