Ausbau der Hüserstraße um ein ganzes Jahr verschoben

Die Hüserstraße soll ab dem dritten Quartal in diesem Jahr ausgebaut werden.
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Die Hüserstraße soll ab dem dritten Quartal in diesem Jahr ausgebaut werden.

Mit 850.000 Euro ist der Endausbau der Hüserstraße in Bockum-Hövel im aktuellen Haushalt vorgesehen. Eigentlich sollte die Maßnahme bereits im dritten Quartal 2019 beginnen. Doch der Baubeginn wurde verschoben.

Bockum-Hövel – Erst im dritten Quartal 2020 soll es jetzt losgehen, damit dieses Gewerbegebiet endlich eine vernünftige Straße erhält. „Wir haben eine Verzögerung aus unterschiedlichen Gründen“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. So habe zum Beispiel die Vermessung länger gedauert als zunächst vorgesehen. Weiterhin gebe es einen erhöhten Planungsaufwand, weil die Hüserstraße an ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) grenze. Daher dauere die Abstimmung länger. Das sei in der ursprünglichen Kalkulation nicht enthalten gewesen.

Im ersten Halbjahr gebe es nur zwei Sitzungsrunden, nämlich im März und im Juni. Bis März werde die Verwaltung es nicht schaffen, die Planung zur Beschlussreife auszuarbeiten. Daher könne der Ausbaubeschluss erst im Juni erfolgen. Wenn dann die Ausschreibungen gemacht würden, befinde man sich im dritten Quartal, so Huster.

"Erstmalige Herstellung“ der Straße

Bei dem Ausbau der Hüserstraße handelt es sich um die „erstmalige Herstellung“ der Straße in dem Gewerbegebiet mit Betriebswohnungen. Entsprechend sieht die Zuwegung aus. Ist es doch eigentlich nur eine Baustraße, in der sich mit der Zeit viele Schlaglöcher und Aufbrüche gebildet haben. So poltern die Lastwagen durch die Schlaglochpiste. Von den Anliegern werden auch Erschließungsbeiträge gemäß Baugesetzbuch erhoben.

Geplant ist der Erstausbau zwischen Lippehof und Wendehammer. Das ist der südlich gelegene Teil der Straße. Von der Hammer Straße bis Lippehof soll dabei auf der westlichen Seite zusätzlich ein Gehweg angelegt werden. Vorgesehen ist weiterhin, dass die Energie- und Wasserversorgung Hamm im Rahmen des Ausbaus Arbeiten an den Beleuchtungsanlagen und am Stromnetz durchführen wird.

Hohe Pflichtbeiträge für die Anlieger

Da es sich um den erstmaligen Ausbau der Straße handele, würden Erschließungsbeiträge nach Baugesetzbuch ausgelöst. Das seien 90 Prozent der anrechenbaren Baukosten, teilt die Verwaltung in einer Stellungnahme mit. Einige Anlieger hätten diese Kosten schon abgelöst. Die genaue Höhe ergebe sich aus den tatsächlichen Kosten und könne deshalb jetzt nicht angegeben werden, heißt es weiter.

Kritik hatte es in der Vergangenheit auch an der Radwegeführung im Einmündungsbereich der Hüserstraße auf die Hammer Straße gegeben. Dort führt der Radweg nicht geradeaus weiter, sondern verschwenkt in Richtung Gewerbegebiet. „Der Übergang über die Einmündung Hüserstraße wäre in direkter Führung besser“, hatte die Verwaltung selbst in einer Stellungnahme dazu im Jahr 2015 festgestellt. Hierfür stünden jedoch keine Mittel zur Verfügung. Eine Änderung der Radwegeführung im Einmündungsbereich Hammer Straße/Hüserstraße sei im Rahmen des Ausbaus der Hüserstraße nicht vorgesehen, hatte die Stadt mitgeteilt.

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