Randalierer in Hamm unterwegs

Aus Leihwagen heraus: Gruppe wirft mit Eiern und Bastelschere auf Auto und Passantin

Ein schwarzes Auto rast über die Autobahn.
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Der schwarze Audi, mit dem die Gruppe unterwegs war, ist nur geliehen gewesen. (Symbolbild)

Wegen einer Schere und einer Packung Eier geriet eine vierköpfige Gruppe am Samstag ins Visier der Polizei, als sie mit einem Leihwagen auf den Straßen in Hamm unterwegs war.

Hamm - Die vier Insassen des schwarzen Audi benahmen sich so sehr daneben, dass es nicht lange dauerte, bis die Polizei Hamm sie auf dem Radar hatte. Erstmals meldete ein 32-jähriger Mazda-Fahrers den schwarzen Audi, als dieser gegen 16.45 Uhr auf der Dortmunder Straße unterwegs war.

Ei auf Windschutzscheibe geworfen und über Rot gefahren

Aus der Limousine warf der 23-jährige Fahrer nach Angaben der Polizei ein Ei auf die Windschutzscheibe des entgegenkommenden Mazdas. Der Familienvater hatte demnach Mühe, das Lenkrad nicht zu verreißen, konnte aber ohne einen Unfall anhalten. Seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind befanden sich ebenfalls im Auto.

Der Mazda-Fahrer wendete daraufhin und folgte dem Audi bis zu einer roten Ampel. Bevor der 32-Jährige den Audi-Fahrer ansprechen konnte, flüchtete der Eier-Werfer über die rote Ampel auf die Radbodstraße.

Frau beleidigt und mit Schere beworfen

Dann war erst einmal Ruhe. Gegen 19 Uhr fiel das geliehene Vehikel allerdings erneut auf: Der Audi hielt an der Einmündung Waterloostraße/Schwabenstraße neben einer 37-jährigen Fußgängerin an.

Der Fahrer beleidigte die Fußgängerin anschließend und warf eine Bastelschere in Richtung der Passantin, ehe er mit quietschenden Reifen davonfuhr. Wenig später kehrte er jedoch zurück und hielt wieder an - eine Beifahrerin stieg aus und sammelte die Bastelschere wieder ein.

Die alarmierte Polizei hielt das Fahrzeug wenig später auf der Albert-Funk-Straße an. Bei den Insassen handelte es sich um zwei Männer aus Hamm, 23 und 27 Jahre alt, und zwei Frauen aus Beckum im Alter von 19 und 24 Jahren.

Leihwagen wird abgeholt - Mieter müssen laufen

Zu den Vorwürfen wollte sich das Quartett nicht äußern. Die Polizei hingegen schon. Durch die eingesetzten Kräfte wurde Kontakt zu der Fahrzeugvermietung aufgenommen. Das Resultat: Das Auto wurde von einem Mitarbeiter der Firma abgeholt und die vier Verkehrsrowdys mussten zu Fuß weitergehen.

Neben einer Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurden Anzeigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung geschrieben.

Corona-Verstoß und negativer Drogentest

Auch wegen der Überquerung der roten Ampel muss sich der Fahrer nun verantworten. Gegen die aktuell geltenden Corona-Kontaktbeschränkungen hatten alle vier natürlich auch verstoßen und müssen allein deshalb schon ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro zahlen.

Ein Drogentest bei den Fahrzeuginsassen verlief übrigens negativ. Sie waren also zumindest offiziell mit klarem Kopf unterwegs.

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