Noch nicht unter Volldampf - aber:

Ab August müssen in Hamm wieder Kita-Gebühren bezahlt werden

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Kitas und Schulen in Hamm sollen ab Mitte August wieder zum Regelbetrieb zurückkehren.

Erstmals seit April müssen Hammer Eltern ab August wieder Gebühren für die Kita und den Offenen Ganztag zahlen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Hamm – Der Hintergrund ist, dass die Kitas und Schulen ab Mitte August wieder zum Regelbetrieb zurückkehren sollen. „Der Betrieb startet erst zur Mitte des Monats, und gerade im Kita-Alltag erwartet die Träger eine große Herausforderung, bei der es anfangs auch noch Probleme geben kann. Deshalb verzichten wir im August auf die Hälfte der Gebühren“, betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Betroffen sind die Familien von mehr als 7000 Kindern in Kitas und der Tagespflege sowie 2800 Kindern im Offenen Ganztag (OGS). Dort gelten ebenfalls weitgehende Lockerungen.

Sollte der Regelbetrieb funktionieren, würden ab September die normalen Beiträge eingezogen, heißt es von der Stadtverwaltung.

Ricarda Müller vom Jugendamtselternbeirat (JAEB) sieht diese Regelung positiv: Damit komme die Stadt den Familien weiter entgegen, als es das Land NRW vorgebe, sagt sie. Landesweit könnten Städte und Gemeinden ab August wieder die vollen Kita-Gebühren erheben.

In den Kitas soll ab Mitte August wieder Normalität einkehren: Es gelten wieder die vertraglich vereinbarten Betreuungszeiten, auch die gruppenübergreifende Arbeit ist wieder möglich, heißt es von der Landesregierung. Die normalen Konzepte könnten umgesetzt werden. „Wir begrüßen es sehr, dass es früher losgeht als zunächst geplant“, sagt Müller vom JAEB, der die Interessen von Familien mit Kita-Kindern vertritt. „Jetzt hoffen wir, dass die Infektionszahlen nicht wieder steigen.“ Das ist die Voraussetzung für die Rückkehr zur Normalität.

Erleichterung beim Thema Schnupfnasen

Erleichterung gibt es auch beim Thema Schnupfnasen: Wenn ein Kind nur leichten Husten oder Schnupfen hat, darf es nicht in die Kita – aber nur für einen Tag. Kommen keine Symptome dazu, können Eltern die Kinder in die Kita bringen. „Das hilft auf jeden Fall, wenn die Nase für zwei Wochen läuft und es den Kindern sonst gut geht“, sagt Müller. Es gehe ausdrücklich nicht darum, dass ernstlich kranke Kinder betreut werden sollten.

Berufstätige Eltern könnte auch die Ein-Tages-Regelung vor eine Herausforderung stellen. Kleinkinder haben häufig Infekte. Arbeitgeber zahlen den Lohn nur selten weiter, wenn ihre Beschäftigten deshalb einen Tag fehlen. Die Krankenkasse gleicht den Verdienstausfall aus, wenn Eltern eine Bescheinigung des Kinderarztes vorlegen. Diese Regelung könne für eine Belastung der Praxen sorgen, fürchtet Müller – zudem hätten viele Eltern ihre Kinderkrankentage aufgebraucht.

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