Ein Wäldchen in der Mark

Wo sind die 1500 Bäumchen? Aufforstung am Burghügel frühestens im Herbst

Wald am Burghügel Mark in Hamm an der Soester Straße
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Der Schnee schafft Kontraste: Die weiße Pracht verdeckte unlängst ein wenig das Durcheinander im Wäldchen zwischen Soester Straße (im Hintergrund) und Burghügel Mark. Vielleicht nicht schön anzusehen, gibt es manchem jungen Bäumchen Schutz, sich zu entwickeln. Dadurch könnte die Zahl der Setzlinge bei der Aufforstung reduziert werden.

Der Schnee brachte ein wenig Kontrast ins Wäldchen am Burghügel Mark. Dass die angekündigte Aufforstung ein Jahr nach der großen Fällaktion noch aussteht, konnte die weiße Pracht nicht verdecken. Für den Zustand hat die Verwaltung aber nachvollziehbare Gründe.

Mark – Größere Baumfällungen in den Wintermonaten sorgen immer wieder für Aufregung, wie etwa vor einigen Tagen an der Ludwig-Teleky-Straße. Bei der Stadtverwaltung ist das bekannt. Deshalb hat sie in der Vergangenheit immer wieder mal größere Maßnahmen angekündigt und vor allem begründet. Das war vor einem Jahr der Fall, als die Kettensägen im Wäldchen an der Soester Straße, neben dem Burghügel, tagelang zu hören waren. Nachdem sie wieder schwiegen, blieb es aber ruhig.

In dem rund 14 000 Quadratmeter großen Wäldchen tat sich seitdem nichts mehr. Dabei war die Rede davon, dass rund 1.500 Bäumchen nachgepflanzt werden sollten. Davon ist nichts zu sehen – noch nicht, wie es aus der Stadtverwaltung heißt. So eine Aufforstung will gut vorbereitet sein. Das erklärt das Erscheinungsbild der vergangenen Monate. Frühestens im Herbst wird es sich voraussichtlich ändern.

Die Unordnung in dem Wäldchen war vor einem Jahr noch wilder. Stürme hatten einige Bäume auf dem teils nassen Untergrund umgelegt oder in Schieflage versetzt. Wurzelfäule hatte sie geschwächt. In dem schmalen Waldstreifen hätten Bäume schnell auf die benachbarte Soester Straße stürzen können. Zudem waren die 70 bis 80 Jahre alten Pappeln längst schlagreif. Allerdings fällte die Stadt die Bäume nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern zur Wahrung der Verkehrssicherheit. Neben dem Waldstück verläuft die stark befahrene Soester Straße und ein beliebter Weg zum Burghügel. Spaziergänger hatten schon nachgefragt, ob es dort noch sicher sei herzugehen? Neben Pappeln holten die städtischen Mitarbeiter vor allem auch vom Eschentriebsterben gezeichnete Bäume aus dem Waldstück, insgesamt mehrere Dutzend größere Exemplare.

Wald am Burghügel Mark wird „fit“ gehalten

Mit Verweis auf den Klimaaktionsplan will die Stadt den Wald vermehren. Bestehende Wälder müssen außerdem „fit gehalten“ werden, wie es heißt. Ein Beispiel dafür ist das Wäldchen am Burghügel.

Die kranken Bäume sind entfernt. „Die Ausschreibung für die Nachpflanzungen wird derzeit vorbereitet“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage. „Vorgesehen sind die Nachpflanzungen dann für die nächste Pflanzperiode.“ Das wäre dann im Zeitraum zwischen Herbst und Frühjahr kommenden Jahres.

Winterliche Farbenspiele: Die gefällten Baumstämme warten immer noch auf den Abtransport.

So könnten bis zu etwa zwei Jahre zwischen Fällung und Aufforstung vergehen. „Das ist ein ganz normaler zeitlicher Abstand“, sagt der Stadtsprecher über die Zeitspanne. „Nach der Herausnahme von kranken Bäumen in einer Anzahl wie Anfang des letzten Jahres soll der Wald sich erst einmal ,setzen‘. Gegebenenfalls entwickeln sich aus dem Wald heraus selbst neue Setzlinge, was bei der Planung von Nachpflanzungen berücksichtigt werden muss.“

150 Bäume sollen im Wald am Burghügel Mark groß werden

Demnach werden möglicherweise nicht die 1.500 ganz jungen Bäumchen gesetzt, wie im vergangenen Jahr angekündigt. So viele sollten es im Zuge eines Systems von Anpflanzungen werden. Die wenigstens davon bleiben aber stehen. Nach Durchforstungen sollen letztlich nur 150 Bäume groß werden.

Am Burghügel Mark ist einiges im Wandel. So wird das vor Jahren aufgestellte Gestaltungskonzept weiter umgesetzt. Die Arbeiten gehen allerdings nur langsam voran.

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