Aufatmen in Norddinker: Regio-Plan Ruhr verzögert sich um Jahre

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Kraftvoller Bürgerprotest Anfang 2019.

Hamm / Essen – Der Regionalplan Ruhr, in dem auch das umstrittene Industriegebiet in Norddinker aufgeführt ist, wird deutlicher später aufgestellt als geplant.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) rückte gestern von einem Beschluss vor den Kommuanlwahlen im September 2020 ab, als realistisch gilt jetzt der Zeitraum 2022/2023. Inhaltliche Änderungen seien mit dem veränderten Zeitplan aber nicht verbunden, sagte eine RVR-Sprecherin. Die Planung für Norddinker bleibt somit aktuell.

Der RVR soll mit dem Regionalplan eine einheitliche Planungsgrundlage für das gesamte Ruhrgebiet schaffen. Zuvor waren dafür die Bezirksregierungen zuständig. Der zu Jahresbeginn vorgestellte Entwurf des Regionalplans hatte jedoch rund 5000 Stellungnahmen mit knapp 10.000 einzelnen Hinweisen nach sich gezogen, die jetzt abgearbeitet werden müssen. Wie viele dieser Stellungnahmen sich auf Norddinker beziehen, ist nicht bekannt.

Die Flut der Stellungnahmen überfordert jedoch offenbar die Personalkapazitäten des RVR. Das Land habe bis heute nur 14 Planer zur Verfügung gestellt, teilte der RVR mit. Das sei deutlich zu wenig: In den Planungsabteilungen der Bezirksregierungen gebe es jeweils 22 bis 33 Mitarbeiter.

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