Verstärkung auf der Meile

„Ulrikeee – Die Partykneipe“ hat auf der Südstraße eröffnet

„Ulrikeee – Die Partykneipe“ öffnet auf der Südstraße : Lichtkünstler „Lightbrother“ sorgte für Aufsehen.
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Funkelt: Lichtkünstler „Lightbrother“ sorgte am Eröffnungswochenende für Aufsehen.

Seit gut einer Woche ist mit „Ulrikeee – Die Partykneipe“ ein neues Angebot auf der „Meile“ hinzugekommen. Gastronom Ben Böhm, der den meisten Besuchern als Travestie-Künstler „Lady Sarafina“ bekannt ist, hat sich mit diesem Betrieb an der Südstraße 15 einen Traum erfüllt. Und direkt an den ersten Öffnungstagen war es in der Kneipe voll.

Hamm – „Von dem riesigen Erfolg waren wir wirklich überwältigt“, sagt Böhm. Dabei hat er mit dem Feiern Erfahrung, er betreibt Sarafinas Bar an der Werler Straße und organisiert die „Engel-reloaded-Partys“ im Kulturrevier Radbod.

Die Räume für die Kneipe „Ulrikeee“ sind renoviert und nun hell und freundlich, aus den Boxen klingen deutsche Party-Schlager, eine ganze Reihe an Mitarbeitern kümmert sich um die Gäste, viele von ihnen bestellen „Ulrikeee-Partylikör“, den Böhm und seinem Mitstreiter Martin Kielow vertreiben. Andere genießen auch mal ein Gläschen Champagner.

Neueröffnung auf der Meile: „Ulrikeee die Partykneipe“ geht an den Start

Mit seiner Partykneipe setzt Böhm Bewährtes fort: „Konzeptionell bieten wir hier eine Mischung aus Sarafinas Bar und den Engel-reloaded-Partys an“, sagt er. Das bedeute, dass man sich vor allem an ein Ü30-Publikum wende, dass fröhlich und tolerant miteinander feiern möchte. „Natürlich ist auch die Generation Ü18 eingeladen, wenn sie das Konzept mitträgt. Nationalität oder sexuelle Orientierung spielen keine Rolle“, sagt Böhm. Das sei wie bei den Partys im Kulturrevier.

Der Gastronom hat in seine Planungen übrigens die gesamte Südstraße einbezogen: „Da wir es nicht leisten können, auch eine Küche anzubieten, haben wir es mit der Pizzeria Pino und The Kitchen vereinbart, dass unsere Gäste dort bestellen können und das Essen geliefert wird“, sagt Böhm. Nur wenn die ganze Meile profitiere, könne es allen gut gehen.

Die Gastronomie sei für alle da und nicht nur die hellen Farben im Inneren böten ein gutes Gefühl. Auf Wunsch begleite das Personal die Damen abends und nachts auch zum Parkplatz oder dem Taxi-Stand. „Wir wollen, dass sich alle Gäste sicher fühlen“, so Böhm.

Eröffnung von „Ulrikeee die Partykneipe“ ein halbes Jahr später als geplant

Als von der möglichen Wiedereröffnung der Gastronomie gehört habe, sei er gleich wie elektrisiert gewesen: „Ich habe die Gaststätte im Oktober 2020 übernommen und dann wurde gleich unter Hochdruck renoviert“, berichtet Böhm. Das ursprüngliche Ziel sei ja die Eröffnung im November gewesen, das durch den neuerlichen langen Lockdown zunichte gemacht wurde.

Damit begann auch für ihn persönlich eine schwere Zeit: „Es ist ja nicht nur, dass die staatlichen Hilfen für die Bar nur kleckerweise kamen“, sagt der Gastronom. Für das frisch übernommene Lokal gab es gar keine Hilfen und er musste alles mit privaten Mitteln halten. „Das Schlimmste war aber dieses Gefühl des Überflüssigseins“, so Böhm. Als Gastronom und Künstler lebe er auch davon, den Menschen Freude zu bereiten und monatelang außer zahlen gar nichts tun zu können, habe doch sehr an den Nerven gezerrt.

Umso begeisterter war er, als er eröffnen konnte: „Da kam nach der Mauer des Nichts-tuns die Mauer dessen, was alles schlagartig erledigt werden musste“, sagt Böhm. Personal suchen und einweisen, alle geltenden Vorschriften umsetzen und am Donnerstag noch einmal alles auf Hochglanz polieren. „Das hätte ich ohne viele helfende Freunde gar nicht geschafft“, sagt der Wirt.

Stundenlang keine Sitzplätze: Eröffnung von „Ulrikeee die Partykneipe“ ein Erfolg

Doch mit der Eröffnung am 4. Juni waren die Sorgen vergessen: „Wir alle waren von dem Ansturm überwältigt“, so Böhm. Die Menschen seien diszipliniert, aber ausgehungert nach fröhlichem Miteinander gewesen. Am Samstag habe es sogar, trotz des Außenbereichs, stundenlang keine Sitzplätze gegeben.

Ein besonderes Highlight brachte dann noch ein Freund mit dem Künstlernamen „Lightbrother“: Auf Stelzen und mit zahllosen LEDs an seinem Kostüm sorgte er für eine Lichtshow auf der Meile. „Da soll die Reise auch hingehen, die Meile soll ein Ort der Freude und Überraschungen werden, auf der man sich wohlfühlt und gerne hingeht“, so Böhm. Für den August und September habe er, wenn es denn möglich sei, auch schon einige besondere Events geplant. Doch was genau, wolle er noch nicht verraten.

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