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Auf den Spuren der Lemuren: Neue Anlage im Tierpark Hamm eröffnet

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Von: Sarah Hanke

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Neue Lemurenanlage eröffnet: Rund 50 Gäste aus Politik, dem Förderverein und dem Aufsichtsrat waren beim Pre-Opening dabei.
Neue Lemurenanlage eröffnet: Rund 50 Gäste aus Politik, dem Förderverein und dem Aufsichtsrat waren beim Pre-Opening dabei. © © Andreas Rother

Der Tierpark Hamm hat eine neue Attraktion: Schon während der Eröffnung mit geladenen Gästen zog die neue Lemurenanlage neugierige Blicke vieler Tierpark-Besucher auf sich.

Hamm - Seit diesem Freitag kann nun jeder eine Safaritour durch das 500 Quadratmeter große Areal mit Madagaskar-Haus machen und die heimlichen Stars aus dem gleichnamigen Film näher kennenzulernen. Nach anderthalb Jahren Bauzeit eroberten Kattas und Weißkopfmakis die neue Anlage und machten bei der Eröffnung bereits die ersten Kletterübungen in den Bäumen auf dem Außengelände.

Artenschutz im Hammer Tierpark im Fokus

Bei dem insgesamt 675.000 Euro teuren Bauprojekt handelt es sich um einen ersten Baustein für die Umstrukturierung des Teichrevieres des Tierparks. „Unter dem Thema Inselwelten sollen hier Tiere gezeigt werden, die in den endemischen Lebensräumen wie Madagaskar oder Tasmanien vorkommen und teils hoch bedroht sind“, sagte Sven Eiber, Geschäftsführer des Tierparks, bei der Eröffnung. „So können wir unsere Arbeit als Zoo im Artenschutz auch wirklich gut fortsetzen.“

Beim Rundgang durch das Madagaskarhaus werden die Besucher jedoch nicht nur Lemuren begegnen. Im neuen Paludarium ist eine vom Aussterben bedrohte Fischart eingesetzt worden: „Pachtypanchax sakaramyi“, ein Vertreter der Zahnkärpflinge, der nur noch in einigen Zweigflüssen der Kraterseen des Ambohitra-Massives im Norden Madagaskars vorkommt. „Die Fische haben wir aus dem Zoo Köln. Da sind wir sehr stolz drauf“, so Eiber. Für Nervenkitzel sorgt ein verglastes Bodenterrarium mit Afrikanischen Riesentausendfüßlern, über das die Besucher gehen können.

Flamingos haben sich bereits eingelebt

Auch die Flamingos haben sich bereits in der neuen Anlage eingelebt. Dank eines besucherstarken Jahres sei das Geld für die Sanierung übrig gewesen. Eiber: „Wer das Flamingo-Haus von früher kennt, weiß, dass das dringend notwendig war.“ Ein Madagaskar-Baumhaus für die Kinder ist vom Förderverein des Tierparks und von privater Seite gesponsert worden.

Rund 50 Gäste aus Aufsichtsrat, dem Förderverein, Politik, sowie Architekten, Gärtner und Handwerker waren bei der Eröffnung anwesend. Das Geld für die neue Anlage stammt aus dem insgesamt gut zwölf Millionen Euro schweren Modernisierungspaket für den Park.

Herter: Park hat nun ein echtes „Juwel“

„Wir sind dabei, den Tierpark Stück für Stück zu ganz neuer Qualität zu führen“, so Oberbürgermeister Marc Herter. Ziel sei es, den Park neu aufzustellen – für die Besucher wie für die Tiere. Mit der Lemurenanlage habe der Park nun ein echtes „Juwel“.

Mit dem Mittelpunkt der „Inselwelt“ wird zugleich ein Ringtausch eingeleitet: Ins alte Katta-Gehege ziehen die Nasenbären. Deren Anlage wird der Reiher-Voliere zugeschlagen, ebenso wie die Voliere der Schnee-Eulen.

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