Schwierige Suche nach Mitstreitern

Auch AfD schickt Kandidat für Bürgermeisteramt ins Rennen

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Auch die AfD Hamm rüstet sich für die Kommunalwahl 2020. Mit Pierre Jung schickt sie ihren Kreissprecher als Spitzenkandidaten ins Rennen. Er wurde von der Kreisvertreterversammlung als OB-Kandidat nominiert.

Hamm – Die AfD Hamm hat erst 14 der 29 Wahlbezirke mit Kandidaten besetzt. In einer zweiten Versammlung sollen die übrigen Wahlkreise Personen zugeordnet werden. Es gestalte sich schwierig, Kandidaten zu finden, erklärte Jung auf Nachfrage unserer Redaktion. Der AfD-Kreissprecher führt das auf den „gesellschaftlichen Druck“ zurück, den Kandidaten erlebt hätten. Auch für die Bezirksvertretungen fehlen der AfD die Kandidaten. In Rhynern und Uentrop werde sich nach jetzigem Stand niemand finden, die anderen Vertretungen könnten mit bis zu drei Personen besetzt werden.

Pierre Jung setzt im Wahlkampf auf vier Themenfelder: Er ist gegen die Aktion „sicherer Hafen“, in der sich Städte zusammengeschlossen haben, um Flüchtlinge aufzunehmen, und gegen die Beschlüsse zum Klimanotstand. Zum Thema „Verkehrswende“ spricht er sich klar für den motorisierten Individualverkehr und gegen Tempolimits aus.

Jung bekennt sich zum "Flügel"

Jung hatte sich vor einem Jahr gegenüber unserer Redaktion zu dem inzwischen aufgelösten „Flügel“ der AfD bekannt. Beim AfD-Sommerfest in Gütersloh trug er 2019 ein T-Shirt, auf dem das Logo dieser Gruppierung zu sehen war. Die Gruppierung innerhalb der AfD wurde vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft und hatte seine Selbstauflösung beschlossen. Im Flügel hatten sich völkisch-nationalistische und rechtsextreme Kräfte gesammelt.

Bei der Aufstellungsversammlung wurde auch die Reserveliste beschlossen:

Platz 1: Pierre Jung, 2: Robert Hennig, 3: Georg Schroeter, 4: Alberto Blümel, 5: Thomas von Lipinski.

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