Angst vorm Pakete-GAU

Tägliches Fiebermessen, damit DPD-Pakete rechtzeitig zum Fest da sind

In den DPD-Depots laufen die Pakete über große Förderbänder
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Damit die Pakete im DPD-Depot in Hamm rechtzeitig zum Fest da sind, wird bei den Mitarbeitern unter anderem täglich die Temperatur gemessen.

Weetfeld - Unter anderem durch tägliches Fiebermessen bei den Mitarbeitern will der Paketdienstleister DPD verhindern, dass es im Hammer Depot zu einem Corona-Ausbruch kommt.

Weetfeld – Nachdem seit Mittwoch die Geschäfte geschlossen sind, ist für viele Menschen der Online-Handel die einzige Möglichkeit, ihre Geschenke rechtzeitig zum Fest zugeschickt zu bekommen. Doch was passiert, wenn es bei einem der großen Paketdienstleister zu einem Corona-Ausbruch kommt und der Betrieb stillgelegt werden muss? Damit das nicht passiert, haben Unternehmen wie DPD strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen – auch am Standort in Hamm, an dem aktuell über 600 Menschen arbeiten und die Ende November bis zu 180 000 Pakete am Tag, unter anderem für den Online-Riesen Amazon, umgeschlagen haben

Angst vorm Pakete-Gau: Wachmannschaft sensibilisiert

Eine Garantie, dass es in einem seiner Paketverteilzentren zu keinem Corona-Ausbruch kommt, kann auch der Paketdienstleister nicht geben. Man könne aber, wie DPD-Sprecher Sebastian Zeh sagt, das Risiko einer Masseninfektion minimieren. Das passiert unter anderem durch das tägliche Fiebermessen von Mitarbeiten, die das Depot am Osterbönener Weg betreten. Neues Personal musste dafür nicht eingestellt werden. „Allerdings gibt es feste Arbeitskräfte, die diese Arbeit übernehmen“, so der Sprecher. Das sei vor allem die Wachmannschaft, die ohnehin den Einlass ins Depot kontrollierte.

Bislang gab es einen Fall, bei dem eine Arbeitskraft im Depot nach erfolgter Fiebermessung aufgrund einer erhöhten Temperatur vorsorglich nach Hause geschickt werden musste. „Ein anschließend durchgeführter Covid-19-Test fiel positiv aus. Die Person hat sich entsprechend in häusliche Quarantäne begeben und ist zum Glück wohlauf.“

Angst vorm Pakete-Gau: Vorsicht bei Zustellung

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen, mit denen der Paketdienstleiter dazu beiträgt, der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken und die eigene Belegschaft sowie andere zu schützen. So wurde vorsorglich die persönliche Quittierung bei der Paketzustellung an der privaten Wohnungstür erst einmal ausgesetzt. „Zudem dürfen kleine, flache Pakete, die in den Briefkasten passen, vorübergehend dort hinterlegt werden.“ Man rufe Kunden und Empfänger dazu auf, DPD ein Abstell-Okay zu erteilen, sodass überhaupt kein persönlicher Kontakt notwendig sei.

Am Standort in Hamm arbeiten Mitarbeiter, deren Anwesenheit vor Ort nicht erforderlich ist, erst einmal von zu Hause. „Dienstreisen sind beschränkt, die Teilnahme an Massenveranstaltungen wie etwa Messen ausgesetzt.“ Mitarbeiter in den Depots und Zusteller wurden sensibilisiert, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. An allen Standorten herrscht zudem Maskenpflicht, in allen Bereichen auf dem Betriebsgelände gelten strikte Abstands- und Hygieneregeln. „Alle Standorte sind in großen Mengen mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln ausgestattet.“

Und was passiert, wenn es doch zu einem Corona-Ausbruch wie in dieser Woche bei Amazon in Garbsen bei Hannover kommt? „Für alle DPD-Standorte existieren aktualisierte Pandemiepläne, um unseren Service auch im Falle einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus aufrechtzuerhalten.“

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