Schauplatz Museumsquartier Hamm: Wer tut so etwas?!

Attacke auf Hund und Besitzerin - Reißzwecken landen in Garten

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Nur schnuppern: Senti ist glücklicherweise nicht in eine der Reißzwecken getreten, die im Garten verteilt waren.

Unbekannte haben im Innenstadt-Garten von Katja Meusel Reißzwecken gestreut. Sie weiß nicht, wer das warum getan hat - doch sie weiß: Das hätte böse ins Auge gehen können.

Hamm – Katja Meusel weiß nicht, wer die Reißzwecken in den Garten ihrer Eltern gestreut hat. Sie nimmt an, dass jemand ihren Hund mit dem spitzen Metall verletzen wollte. „Zum Glück hat Senti keine der Reißzwecken gefressen und ist nicht hineingetreten“, sagt sie. Sentinel, genannt Senti, spielt tagsüber manchmal im Garten von Meusels Eltern. Sie wohnen wie sie selbst im Museumsquartier. Am Samstagmorgen entdeckte sie in dem Garten Reißzwecken. „Die zeigten mit der Spitze nach oben“, sagt Meusel. Die Zwecken habe jemand auf einer Fläche von fünf oder sechs Quadratmetern gestreut.

Meusel schaltete die Polizei ein. Zwei Beamte nahmen den Garten in Augenschein und leiteten den Fall an die Kriminalpolizei weiter. Die Polizei werde die Sache im Blick behalten, aber vorerst nicht weiter ermitteln, sagt eine Sprecherin. Meusel hatte damit gerechnet. „Noch ist ja nichts passiert. Allerdings hätte es ja auch sein können, dass meine Eltern oder ich hineintreten.“

Es ist nicht leicht herauszufinden, wogegen der Reißzweckenwerfer eigentlich verstoßen hat. „Hier muss man die Umstände des Einzelfalls prüfen und dann entscheiden, unter welchen Tatbestand das fällt“, sagt die Polizeisprecherin. Da Hunde als Sachen gelten, könnte man hier beispielsweise von einer versuchten Sachbeschädigung ausgehen – oder beispielsweise vom unrechtmäßigen Entsorgen von Müll.

Hund Senti kam Ende 2018 aus einem Tierheim

Meusel ärgert sich sehr über die Attacke. Ihren Hund hat sie im Dezember 2018 aus einem Tierheim zu sich genommen. Sentinel ist etwa 30 Zentimeter hoch und schwarz. Der Mischling kommt aus Ungarn, wo schwarze Hunde als Unglücksbringer gelten – Sentinel wurde als Welpe auf der Straße gefunden und lebte lange im Tierheim. Dort verweigerte sie schließlich die Nahrung und wurde von einer Tierschutzorganisation nach Deutschland gebracht. Meusel nahm sie auf. Sie hat dafür eine Erlaubnis des Vermieters eingeholt.

So viel Hundebellen müssen Nachbarn ertragen:

Dass Hunde bellen, führt immer wieder zu Streit unter Nachbarn und hat zahlreiche Gerichte beschäftigt. Sie haben unterschiedliche Urteile gefällt. Zusammenfassen lassen sie sich grob so: Ein kurzes Bellen müssen Nachbarn hinnehmen. Dauerbellen jedoch – etwa mehr als zehn Minuten am Stück oder mehr als 30 Minuten pro Tag insgesamt – ist nicht zumutbar. Nachbarn können dann auf Unterlassung klagen.

„Senti ist bestimmt kein Kläffer“, sagt Meusel. Sie ist überzeugt, dass ihr Hund nicht annähernd so viel bellt. „Sie meldet sich nur bei manchen Leuten kurz, wenn sie am Garten vorbeigehen“, sagt Meusel. Nach fünf Sekunden ist das Gebell vorbei. Sie hat Zettel an ihre Nachbarn verteilt und hofft, dass man den Übeltäter findet – und es nicht mehr zu so einem Vorfall kommt.

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