Schule trifft Sport

Sport wird weiter gestärkt: ASV Hamm-Westfalen und MGH kooperieren

Thomas Lammers, Angelika Schulze, Florian Rösner und Dr. Rainer Fiesel (von links)
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Thomas Lammers, Angelika Schulze, Florian Rösner und Dr. Rainer Fiesel (von links) bei der Vertragsunterzeichnung von ASV Hamm-Westfalen und MGH.

Rund ein Dutzend Kooperationspartner, die meisten aus dem Bereich des Sports, hat das Märkische Gymnasium Hamm (MGH) bereits: Mit dem ASV Hamm-Westfalen, der in der 2. Handball-Bundesliga spielt, konnten die Verantwortlichen jetzt ein echtes Schwergewicht ins Boot holen.

Hamm - Schulleiter Florian Rösner, ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers und Angelika Schulze vom Stadtsportbund unterzeichneten jetzt in der Schule den Kooperationsvertrag, der die künftige Zusammenarbeit regelt. Ziel ist es, den Sport an der Schule – insbesondere die olympischen Ballsportarten – zu stärken. Beide, Schule und Verein, sprachen von einer Win-win-Situation, die auch Dr. Rainer Fiesel als zuständiger Sportdezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg begrüßte.

Schule trifft Sport: Leistungsgedanke im Mittelpunkt

Das Besondere an der Kooperation ist, dass vor allem der Leistungsgedanke zum Tragen kommt: Junge Menschen sollen nicht nur an den Handballsport, sondern mittelfristig auch an höhere – sportliche – Aufgaben herangeführt werden. Die Voraussetzungen hierfür seien am MGH gegeben, spielte Björn Sprenger von der Fachschaft Sport unter anderem auf den Kraftraum sowie auf das Patensystem für Sportler mit Kaderplätzen an. Sie werden am MGH von Paten begleitet, die es ihnen ermöglichen, Schule und Leistungssport besser unter einen Hut zu bekommen.

Aktuell nehmen rund 20 Schüler das Angebot wahr, unter anderem Fußballer, Ruderer und Rollhockeyspieler. Handballer sind – noch – nicht darunter, obwohl es am MGH den einen oder anderen Schüler gibt, der diesen Sport betreibt. Das Problem ist jedoch: Im Westen der Stadt sei der ASV Hamm-Westfalen noch nicht so bekannt wie in seiner sportlichen Heimat, dem Hammer Osten, erklärte Lammers. Aber genau das wolle man mithilfe der Kooperation mit dem MGH und weiterer Schulen ändern. „Wir wollen die Marke ASV Hamm-Westfalen auch im Westen positiv darstellen.“ Damit dies auf breiter Front gelingt, regte der Sportdezernent der Bezirksregierung an, die Kooperation auch auf Grundschulen im Einzugsbereich des Gymnasiums auszudehnen und dort den sportlichen Grundstein zu legen.

Schule trifft Sport: Kooperation auch mit Grundschulen

Und genau das wird passieren. Wie Lammers sagte, sei er sich mit der Lessingschule über eine Kooperation einig und werde dort künftig eine Handball-AG anbieten. Im Idealfall wechselten die Schüler dann später aufs MGH, wo die gezielte Förderung fortgesetzt werde. Aber auch schon gestandenen Jugendspielern könnte der ASV einen Besuch des Märkischen Gymnasiums aufgrund der dort vorhandenen Möglichkeiten, ihren Sport auszuüben, schmackhaft machen.

Das wäre dann die von allen angesprochene Win-win-Situation: Das MGH führt junge Menschen an den Handballsport heran, der ASV könnte dem Märkischen Gymnasium den einen oder anderen neuen Schüler bringen.

Doch es ist nicht nur der Leistungsgedanke, der zählt. Den Beteiligten ist es auch wichtig, Kinder und Jugendliche überhaupt an den Sport heranzuführen. Und das müsse ja nicht immer, so Sprenger, Fußball sein. Auch hierbei solle die Kooperation mit dem Profi-Verein aus dem Hammer Osten helfen. „Wir sind super froh, dass es so kurzfristig mit der Kooperation geklappt hat“, so der Sportlehrer. Starten werde man schon in Kürze mit der Schul-AG Handball, die vom ASV unterstützt werde. Geplant seien zunächst zwei Wochenstunden, bedankte sich Sprenger, dass der ASV dafür auch Trainer zur Verfügung stellen wird.

Schule trifft Sport: Patensystem und Kraftraum für Schüler

Die Blumen gaben Lammers und Jens Gawer, der beim ASV Hamm-Westfalen hauptamtlich die Jugendleistungsmannschaften betreut, gerne an die Schule weiter. Ein Patensystem wie das am MGH sei Gold wert. Denn: Um leistungsmäßig Handballsport zu betreiben, reichten zwei oder drei Trainingseinheiten in der Woche nicht aus. Der hauptamtliche Geschäftsführer bedankte sich zudem bei der Schulleitung, die „voll hinter dem Konzept steht“.

Das ist auch beim Stadtsportbund der Fall, dem es ebenfalls ein großes Anliegen ist, Kinder an den Sport heranzuführen und die vielen Möglichkeiten in Hamm aufzuzeigen.

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