Nächste Runde im Impfstoff-Hickhack

Astrazeneca zum Zweiten? Stadt arbeitet an Lösung

Nächste Runde im Astrazeneca-Hickhack: Weil nun auch in Hamm vermehrt die Zweitimpfung für unter 60-Jährige, denen dieser Impfstoff bei der Erstimpfung verabreicht wurde, ansteht, stellt sich die Frage, welches Mittel verabreicht werden soll.

Hamm - Wie die Stadt auf WA-Anfrage mitteilt, soll die Zweitimpfung für unter 60-Jährige mit dem Biontech-Wirkstoff erfolgen. So werde es im aktuellen Impferlass des Landes unter Berufung auf die Stiko-Empfehlung (Stiko = Ständige Impfkommission) vorgeschrieben. (News zum Coronavirus in Hamm)

Eine Wahlmöglichkeit werde für die Zweitimpfung grundsätzlich nicht eingeräumt, heißt es weiter. Nur „im Einzelfall und nach sorgfältiger individueller ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz“ könne hiervon abgewichen und Impfstoff der Firma Astrazeneca genutzt werden, teilt die Stadtverwaltung mit.

Astrazeneca in Hamm: Lösung zeichnet sich ab

Dennoch zeichnet sich für Astrazeneca-Befürworter eine Lösung ab. Wie die Stadt mitteilt, hätten sich in den vergangenen Tagen rund 30 bis 40 Personen gemeldet, die die Zweitimpfung ebenfalls mit Astrazeneca gemacht haben wollten. Daher gebe es nun Überlegungen, künftig an einem Tag in der Woche im Impfzentrum Zweitimpfungen mit Astrazeneca für diesen Personenkreis durchzuführen. Dazu befinde man sich gerade in der Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Voraussetzung für ein solches Vorgehen wären ärztliche Aufklärungsgespräche, für die die Stadt nicht zuständig ist.

Am einfachsten wäre es, wenn sich die Impflinge an ihre Hausärzte wenden würden, heißt es aus dem Rathaus. Sollte dies nicht möglich sein, so könnten die Aufklärungen auch im Impfzentrum durch die KV-Ärzte durchgeführt werden.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd

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