Askania übersteht Insolvenz - Auch Hammer Filiale bleibt

Askania in Hamm in der Weststraße
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Askania in der Weststraße: Aktuell wird hier der Warenbestand abverkauft.

Die insolvente Schreibwarenkette Askania scheint gerettet zu sein: Der Geschäftsbetrieb soll von einer neuen Firma unter dem alten Namen, aber mit neuer Ausrichtung weitergeführt werden. In der Hammer Filiale läuft bereits der Ausverkauf des bisherigen Warenbestandes.

Recklinghausen/Hamm - Die Recklinghäuser Kette mit ihren bundesweit 22 Filialen und 120 Mitarbeitern war Corona-bedingt in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Im Februar war ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet, am 1. Juni dann das eigentliche Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet worden. Der Rechtsanwältin Dorothee Madsen als vorläufiger Insolvenzverwalterin gelang es dabei, den Betrieb zu stabilisieren und Investoren für einen Neubeginn zu finden.

Es handelt sich dabei um die cm.supplies GmbH aus Hannover. Hinter dem erst im Mai ins Handelsregister eingetragenen Unternehmen steht das Unternehmerehepaar Meike und Christian Müller, denen weitreichende Erfahrungen im Einzelhandel zugeschrieben werden. Beide betreiben weitere Firmen namens cm.solutions und cm.shoes.

Askania in Hamm gerettet: Arbeitsplätze bleiben erhalten

Für die Mitarbeiter bedeutet die Übernahme der Insolvenzverwalterin zufolge den Erhalt der Arbeitsplätze. Sofern Vermieter und Arbeitnehmer der Übertragung ihrer Verträge zustimmen, gebe es auch beste Aussichten, die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen, teilte Madsen mit. In den Läden werde in den nächsten zehn bis zwölf Wochen die bisherige Ware in Sonderaktionen abverkauft, um einen Neustart mit neuer Ausrichtung zu ermöglichen – wie dieser Ausrichtungswechsel aussehen soll, blieb zunächst offen.

Der erste Askania-Laden eröffnete 1991 in Recklinghausen. Die Kette hat Filialen in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Niederlassung an der Hammer Weststraße gibt es seit 2019. In dem Ladenlokal war zuvor eine Filiale des Spielzeughändlers „Intertoys“ untergebracht, der 2018 wegen einer Insolvenz geschlossen wurde.

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