Auch eine Corona-Folge

Askania meldet Insolvenz an - Was wird mit der Hammer Filiale?

Spielwaren in der Weststraße: Bei Askania in Hamm sind vier Mitarbeiter beschäftigt.
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Spielwaren in der Weststraße: Bei Askania in Hamm sind vier Mitarbeiter beschäftigt.

Die Askania GmbH mit einer Filiale in Hamm (Weststraße) ist der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Das Unternehmen musste am 2. Februar Insolvenz anmelden.

Hamm – Die Geschäfte hat Insolvenzverwalterin Dorothee Madsen übernommen. Sie will nun „sämtliche Maßnahmen zur Stabilisierung des gesamten Geschäftsbetriebs einleiten“. Insgesamt 140 Mitarbeiter sind bei Askania beschäftigt, 4 davon in Hamm.

Die Askania-Filiale in Hamm galt als kleiner Hoffnungsträger für die Fußgängerzone. Nachdem das Traditionsunternehmen Spielwaren Kremers geschlossen und sich auch der Kaufhof aus Hamm zurückgezogen hatte, konnten nur noch in dem Geschäft an der Weststraße Spielwaren gekauft werden. Zudem gab es in dem rund 360 Quadratmeter großen Ladenlokal Büroartikel, Spielwaren sowie Schul-, Bastel- und Hobbybedarf. Askania setzte auf Beratung und Service. Erst vor knapp zwei Jahren eröffnete die Filiale in dem ehemaligen Intertoys-Geschäft.

Ob und wie es am Standort Hamm weitergeht, steht noch nicht fest. Von der Geschäftsführung war zunächst niemand zu erreichen. Insolvenzverwalterin Madsen machte jedoch deutlich, dass sie die Wiedereröffnung sämtlicher Filialen anstrebe, sobald die von der Bundesregierung angeordneten Schließungsverfügungen wieder aufgehoben werden. Gleichzeitig versuche sie, das Unternehmen zu verkaufen. „Der Kontakt zu den ersten potenziellen Unternehmenserwerbern wird nun aufgenommen“, teilt sie mit. Gemeinsam mit einer Unternehmensberatung werde der Markt nach bestmöglichen Kaufangeboten sondiert.

Askania insolvent: Gehälter der Mitarbeiter noch sicher

Askania hat ihren Firmensitz in Recklinghausen und hat den Insolvenzantrag an das zuständige Amtsgericht in Bochum gestellt. Dort ist er am 2. Februar eingegangen, einen Tag später wurde Rechtsanwältin Dorothee Madsen zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.

Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück: zunächst als Großhandel, seit 1979 dann mit seinen Fachmärkten. 24 Filialen betreibt das Unternehmen in NRW und Thüringen. Ihr Hauptaugenmerk legt Askania auf das Ruhrgebiet. Das Unternehmen betreibt neben dem Filialnetz auch einen Onlineshop.

Vorerst sind nach Auskunft der Insolvenzverwalterin die Gehälter der Mitarbeiter gesichert. „Mitarbeitergehälter und das Kurzarbeitergeld werden zunächst durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes beziehungsweise des Kurzarbeitergeldes gedeckt“, so Madsen. Entsprechend hat die vorläufige Insolvenzverwalterin die Zustimmung der Vorfinanzierung für die Monate Januar bis März 2021 bei der Agentur für Arbeit Bochum beantragt. Die Auszahlung der Gehälter und des Kurzarbeitergeldes für Januar 2021 erfolgte nach entsprechender Zustimmung Anfang Februar 2021.

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