Kurzarbeit in Hamm stabilisierend

Arbeitsmarkt: Frühjahrsbelebung stärker als Lockdown-Effekt

Die Lage am nordhessischen Arbeitsmarkt bleibt stabil: Wolfhagen hat erneut die geringste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.
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Die Lage am Arbeitsmarkt der Stadt Hamm hat trotz Corona und Lockdown auch hoffnungsvolle Aspekte. (Symbolbild)

Trotz des Lockdowns zeigt sich am Hammer Arbeitsmarkt eine Frühjahresbelebung. Die Kurzarbeit bleibt allerdings ein wichtiger Stabilitäts-Faktor.

Hamm - Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der Arbeitslosen in Hamm im März um 237 oder 2,7 Prozent auf 8591. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,3 Punkte auf 9,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte es einen Rückgang um 0,2 Punkte auf 8,0 Prozent gegeben. Insgesamt gibt es in der Stadt Hamm derzeit 1071 Arbeitslose mehr als vor zwölf Monaten - ein Plus von 14,2 Prozent.

Für April rechnet Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, mit einer Fortsetzung der saisonalen Belebung, aber auch mit dämpfenden Auswirkungen der Osterferien und der aktuellen Lockdown-Entwicklung.

Arbeitsmarkt in Hamm im März 2021 stark in Bewegung

Im März sei der Arbeitsmarkt in Hamm deutlich in Bewegung gekommen, bei den Zu- und Abgängen von Arbeitslosen habe es hier die höchsten Steigerungen im landesweiten Vergleich gegeben, so Helm in einer Bewertung der Entwicklung. Bei der Kräftenachfrage sei die jahreszeitliche Belebung am besten zu erkennen: Mehr als 400 neue Stellen seien im März gemeldet worden. Das Instrument Kurzarbeitergeld bleibe der stabilisierende Faktor.

„Und es gibt noch eine andere Pandemie-Folge“, sagt Helm: „Der Anteil langzeitarbeitsloser Menschen ist innerhalb eines Jahres um fast fünf Punkte auf 48,7 Prozent gestiegen. Hier werden wir noch einmal investieren und den Menschen gute Angebote zur Unterstützung und Qualifizierung machen. Bewerber mit Qualifikationen werden überall gebraucht.“

Arbeitsmarkt in Hamm im März 2021: Zahlen zur Kurzarbeit

Der Arbeitsagentur zufolge zeigten in Hamm im März 35 Unternehmen für 300 Arbeitnehmer Kurzarbeit an, was bei den Anzeigen gegenüber dem Vormonat erneut einen deutlichen Rückgang bedeute. Seit dem Beginn der Pandemie hätten damit insgesamt nahezu 2100 Unternehmen aus fast allen Branchen Arbeitsausfälle für rund 24.700 potenziell betroffene Arbeitnehmer angezeigt.

Erst nach Ablauf von mehreren Monaten zeige sich nach Darstellung der Agentur sich die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit, da die Betriebe innerhalb dieses Zeitraums Kurzarbeit nachträglich abrechneten. Für Oktober lägen inzwischen Hochrechnungen für die Stadt Hamm vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld an 324 Betriebe für rund 2500 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, erheblich weniger als im April, dem Monat mit der stärksten Kurzarbeit-Zuwachsrate. - WA/han

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