Juni 2021 in der Bilanz

Arbeitsmarkt: Frühling bringt keine Sonne nach Hamm

Das Bild zeigt ein Hinweisschild der Agentur für Arbeit
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Die Lage auf dem Hammer Arbeitsmarkt steht still.

Während auf dem deutschen Arbeitsmarkt die Sonne scheint und bundesweit die Zahlen wie lange nicht mehr sinken, konnte sich die Frühjahrsbelebung in Hamm nicht in den Sommer retten.

Hamm - Die Arbeitsagentur verzeichnet für die Stadt Hamm sogar einen Zuwachs an Arbeitslosen. Auch wenn es nur drei mehr sind als vor einem Monat, zeigt dies, dass die Corona-Krise noch nicht überwunden ist. 8140 Menschen sind derzeit arbeitslos gemeldet, 11.055 – das sind 33 weniger als im Vormonat – Personen gelten als unterbeschäftigt, sie sind Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik.

Gleichwohl sieht Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, im Vergleich zu den Vorjahreszahlen einen Hoffnungsschimmer: „Zur Jahresmitte haben wir in Hamm genau 800 Arbeitslose weniger als vor zwölf Monaten. Diese Entwicklung macht weiter Hoffnung auf eine anhaltende Verbesserung, auch wenn die Sommerferien hier in der Regel dämpfend wirken“, so Helm zur aktuellen Entwicklung.

Laut Helm hat die besonders gute Dynamik der vergangenen Monate auf dem Arbeitsmarkt in Hamm offenbar schon einiges vorweggenommen. „Nun verharrt die Arbeitslosigkeit im Juni auf dem Niveau des Vormonats“, so Helm. 1971 Arbeitslose waren Ende des Monats bei der Arbeitsagentur gemeldet (43 weniger als im Vormonat) und 6169 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (plus 46).

Arbeitsmarkt in Hamm im Juni 2021: Zahlen zur Kurzarbeit

Im Juni haben in Hamm weitere sieben Unternehmen für 59 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt, was bei den Anzeigen gegenüber dem Vormonat erneut einen weiteren deutlichen Rückgang bedeutete. Seit dem Beginn der Pandemie haben damit insgesamt über 2100 Unternehmen aus fast allen Branchen Arbeitsausfälle für rund 25.000 potenziell betroffene Arbeitnehmer angezeigt. Erst nach Ablauf von mehreren Monaten zeigt sich die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit, da die Betriebe innerhalb dieses Zeitraums Kurzarbeit nachträglich abrechnen. Für Januar liegen inzwischen Hochrechnungen für die Stadt Hamm vor. Demnach wurde Kurzarbeitergeld an 641 Betriebe für rund 4000 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt – „erheblich weniger als zu Beginn der Pandemie, als es die stärksten Kurzarbeits-Zuwachsraten und mehr als doppelt so viele Kurzarbeiter gab“, bilanziert die Arbeitsagentur

Azubis gesucht

Am 1. August oder 1. September sollen auch in diesem Jahr möglichst viele Jugendliche in ihre duale Ausbildung starten. „Viele attraktive Ausbildungsstellen sind in Hamm noch frei. Ich werbe ausdrücklich für die Berufsausbildung in diesem Jahr, denn uns fehlen auf dem Markt noch viele Ausbildungsinteressenten, die die Schule in diesem Jahr beendet haben“, so Thomas Helm. Es gebe gerade jetzt noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Jugendliche, die Interesse haben, melden sich bitte so schnell wie möglich bei der Hotline der Berufsberatung in Hamm unter 02381-9101111.

Nach einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt meldeten sich im Juni 483 Personen neu arbeitslos, 18 (3,6 Prozent) weniger als im Mai, aber 27 (5,9 Prozent) mehr als vor zwölf Monaten. Gleichzeitig meldeten sich in der Stadt Hamm 398 Personen in Beschäftigung ab, 34 (7,9 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 102 oder 34,5 Prozent mehr als vor genau einem Jahr. Bei den jungen Arbeitslosen gab es im Vormonatsvergleich ebenso ein Plus um 25 (3,6 Prozent) auf 721 Jugendliche.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Hamm stieg erneut leicht um 13 auf 4 297 Personen (0,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich war dies ein Plus von 580 Personen (15,6 Prozent).

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