Zahlen für Hamm im Corona-Januar 2021

Arbeitslosigkeit steigt, aber weniger heftig als befürchtet

Bundesagentur für Arbeit
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Die Corona-Pandemie belastet den Arbeitsmarkt auch in Hamm stark. (Symbolbild)

Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Hamm stieg zu Beginn des neuen Jahres überwiegend saisonbedingt um genau 200 oder 2,4 Prozent auf 8643. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 9,2 Prozent. Vor einem Jahr waren es 7,9 Prozent.

Hamm - Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, bewertet die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Stadt Hamm „in Anbetracht der außergewöhnlichen Situation“ als vergleichsweise günstig. Es habe schon einige Jahreswechsel ohne Pandemie mit einem höheren Anstieg der Arbeitslosenzahl gegeben.

„Da das Jahresende immer ein Hauptkündigungstermin für Arbeitsverhältnisse ist und auch die zweieinhalb- und dreieinhalb-jährigen Berufsausbildungen enden, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar meistens der höchste im ganzen Jahr“, so Helm. Der Arbeitsmarkt sei im Januar stabil geblieben - man dürfe dabei aber „nicht die starke Wirkung der Kurzarbeit auf den Arbeitsmarkt vergessen“. Diese sichere viele Arbeitsplätze.

Nach Angaben der Arbeitsagentur haben im Januar in Hamm 103 Unternehmen für 749 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt, was gegenüber dem Vormonat wieder einen Rückgang bedeutete. Seit dem Beginn der Pandemie hätten damit insgesamt über 1900 Unternehmen aus fast allen Branchen Arbeitsausfälle für nahezu 23.000 potenziell betroffene Arbeitnehmer angezeigt.

Weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet

Der anhaltende Lockdown erschwere die Personalplanung in vielen Unternehmen, meint Helm. Mit Neueinstellungen halten sich die Firmen stark zurück. Für den Februar rechnet er daher mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit, bevor ab März eine Besserung eintreten könnte – „immer vorausgesetzt, dass die aktuellen Einschränkungen zumindest teilweise aufgehoben werden”. - WA

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