Arbeitslast des Corona-Teams in Hamm steigt wieder spürbar an

Mitarbeiter der Stadt Hamm (vorne Gritt Jasinski) bei der Corona-Kontaktverfolgung im Ahsepark.
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Die Mitarbeiter des Corona-Teams – hier ein Bild aus dem Ahsepark vom Herbst 2020 – rufen täglich Infizierte und deren Kontakte an.

Nach mehreren Wochen mit geringerem Aufkommen steigt die Arbeitslast in den Corona-Teams der Stadtverwaltung in Hamm wieder spürbar an.

Hamm – „Die Kontrolle der Reiserückkehrer sowie die Beratung und Information von Urlaubern stellen derzeit einen spürbaren zusätzlichen Aufwand in der täglichen Arbeit dar“, erklärte Stadtsprecher Lukas Huster. (News zum Coronavirus in Hamm)

Insgesamt arbeiten dem Sprecher zufolge 185 Mitarbeiter inklusive der Medizinischen Fachangestellten, Ärzte, RKI-Scouts, dem Personal aus dem Gesundheitsamt sowie weitere städtische Kräfte in den verschiedenen Aufgabenbereichen. 45 von ihnen allein in der Kontaktnachverfolgung. Wegen der nach wie vor überschaubaren Fallzahlen sei aktuell aber ein guter Teil der Einsatzkräfte im Urlaub oder baue Überstunden ab. Deshalb sei im täglichen Geschäft nur die Hälfte der Mitarbeiter aktiv.

Im Lauf des August enden darüber hinaus einige befristete Verträge – etwa von studentischen Hilfskräften. Hier setzt die Stadt auf „Personal-Reservelisten“, sodass – falls im Herbst die Infektionszahlen und der Personalbedarf wieder steigen sollten – kurzfristig erfahrene Helfer einsteigen können.

Corona-Team in Hamm: Kontrolle der Quarantäne gehört dazu

Zur Aufgabe der Corona-Teams gehört seit Beginn der Pandemie auch die Kontrolle der häuslichen Quarantäne: Zurzeit sind davon mehr als 200 Hammer betroffen. Während zumeist tägliche Anrufe genügten, fänden aber auch immer wieder Kontrollen an der Meldeadresse der Betroffenen statt, erklärte Huster. Dann, wenn die Stadt Hinweise aus der Bevölkerung oder aus den Corona-Teams erhalte. Sollte vor Ort tatsächlich festgestellt werden, dass (vermutlich) ein Quarantänebruch vorliegt, würden weitere Prüfungen durchgeführt.

Durch Bußgeldbescheide geahndet worden sind letztlich bisher sechs Quarantäneverstöße. „Insgesamt haben wir hier eine mittlere zweistellige Zahl an Verfahren, die teilweise noch in Bearbeitung oder im Verfahren sind“, sagte der Sprecher. Zur Höhe oder zu einzelnen Sachverhalten könne wegen des enormen Auswertungsaufwandes nichts gesagt werden.

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