Arbeiten zum Lippepark schreiten zügig voran

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Unter anderem die Tribüne auf der Südfläche von Schacht Franz ist bereits deutlich zu erkennen. ▪

HERRINGEN/PELKUM ▪ Auch wenn die Ergebnisse auf den ersten Blick nicht alle zu erkennen sind: Auf der Südfläche des Schacht-Franz-Geländes – dem „Herzstück“ des Lippeparks – hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Abgesehen von der Frostperiode im Februar, hat die Witterung der Arbeitsgemeinschaft Mennigmann-Schneider, die den Endausbau gemeinsam realisiert, in die Karten gespielt. Und so gehen sie sowie die Stadt davon aus, dass der rund zwölf Hektar große Bereich Ende 2012 eingeweiht werden kann.

Nach dem Kunstprojekt „Seilfahrt“ und dem Bergbauspielplatz (September 2011), dem Fun-Sport-Park (November 2011) sowie dem Barfuß- und Erlebnispfad (voraussichtlich Juni 2012) wäre dies dann der vierte Herringer Teilbereich des Entwicklungsprojekts „Im Westen was Neues“, der von den Bürgern genutzt werden kann. „Wir werden die Südfläche als Ganzes einweihen.“ Es sei nicht daran gedacht, Teilbereiche vorher zu öffnen, sagte Stadtplaner Andreas Mentz.

Bevor die Firmen Mennigmann und Hugo Schneider (beide Hamm) aber loslegen konnten, mussten gewaltige Mengen Boden bewegt werden, um das Gelände zu modellieren – 120 000 Kubikmeter Mutterboden und 25 000 Kubikmeter Oberboden.

Weitgehend fertiggestellt ist bereits die Randbebauung an der Schachtstraße. Hier seien, so Hans-Joachim Olschewski, Parkstreifen, Beete sowie der westliche Eingangsbereich angelegt worden. Auf dem Gelände selbst seien die erforderlichen Versorgungsleitungen für Frisch- und Abwasser sowie für Strom verlegt worden. „Und diese Infrastruktur sieht der Bürger nun einmal nicht“, so der Prokurist bei der Firma Hugo Schneider. Darüber hinaus seien Baustraßen sowie weitere Wegeverbindungen angelegt worden.

Gut zu erkennen ist auch schon das Profil des Walls, über den künftig ein Weg führen wird. An seinem Fuß befindet sich eine große Promenade mit Pflanzbeeten. Hier gibt es zudem eine kleine Tribüne, die mehreren hundert Zuschauern Platz bietet. Sie spielt in der Konzeption des Parks eine wichtige Rolle: Von dort aus können Veranstaltungen auf der großen Wiese verfolgt werden – und umgekehrt.

Zwei der Treppen, die auf den Wall führen, sind bereits fertig. Sie gehen vom Verbindungsweg zwischen Schachtstraße und Isenbecker-Hof-Siedlung ab. Auch der Haupteingang an der Dortmunder Straße, der sich gegenüber der Ulu-Moschee befindet, nimmt Gestalt an. Später werde hier einmal, so Sonja Ewert (Stadt Hamm), unter anderem eine große Schautafel mit einer Übersichtskarte und Erläuterungen zum „Lippepark“ aufgestellt.

Zu ihm gehört auch der Ort der Bergbaugeschichte, der rund um die Protego-Haube südlich des Fun-Sport-Parks errichtet werden soll. Auf einer Freifläche in Höhe der Schachtstraße wurden in den vergangenen Wochen die vorbereitenden Arbeiten für den Interreligiösen Treffpunkt getroffen. Er besteht aus fünf Toren, die – mit dem entsprechenden Symbol versehen – für die fünf Weltreligionen stehen sollen. „Die Tore werden in Bockum-Hövel angefertigt“, teilte Mentz mit.

Drei orange beleuchtete Bereiche (Ort der Bergbaugeschichte, Treppe am Wall an der Dortmunder Straße und Foyer am Fun-Sport-Park) sollen dem Park eine besondere Atmosphäre vermitteln.

Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft und der Stadt sind davon überzeugt, dass der barrierefreie Park später einmal zu einem beliebten Treffpunkt wird. Die Besucher könnten zum Beispiel auf der Wiese picknicken oder grillen. Außerdem gebe es für Kinder mehrere Spielmöglichkeiten in Form von einzelnen Spielgeräten und eines ganzen Spielplatzes.

Bis es jedoch so weit ist, müssen noch viele Steine bewegt, rund 600 Bäume und Sträucher gepflanzt sowie Rasen gesät werden. Dies werde aber erst, so Josef Mennigmann, zum Herbst hin passieren. ▪ stg

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