13-teiliges Kulturangebot nur für erste beendet

Applaus für Streamingformat „Hamm hoch drei“ (h³) - Zugabe im Juni

Technikcheck für „Hamm hoch 3“: die Band „Kunstlärm“ im Kubus-Jugendkulturzentrum.
+
Technikcheck für „Hamm hoch 3“: die Band „Kunstlärm“ im Kubus-Jugendkulturzentrum. Ein weiterer Produktionsort wurde im Hoppegarden aufgebaut.

Das Kultur-Experiment „Hamm hoch drei“ („h3“) ist beendet – aber noch längst nicht Geschichte. Denn es wird noch eine besondere Zugabe geben. Klar ist jedenfalls: Alle Beteiligten sind total begeistert.

Hamm - Am Sonntagabend ging zwar zunächst der 13. und damit letzte Teil der Streamingserie offline, die fast 40 Hammer Kulturschaffenden aus dem breiten Spannungsfeld zwischen Pop, Rap, Heavy Metal, Musical, Fotografie und Graffiti jene Bühne gab, die ihnen die Corona-Problematik mehr als 14 Monate lang verwehrt hatte. Doch es wird schon bald einen Nachschlag geben.

Der Blick in den Rückspiegel könnte kaum entspannter sein: Aus Sicht der Verantwortlichen war jeder Cent der rund 70.000 investierten Euro – addiert aus Zahlungen der Stadt, der Stadtwerke als Sponsor und Ticketeinnahmen – gut angelegt. Stellvertretend für die rund 140 an der Gesamtproduktion Beteiligten zeigte sich Ute Obering vom städtischen Kulturbüro – im Projekt federführend – auf WA-Nachfrage „superzufrieden“. Auf allen Ebenen habe sie „nur positive Reaktionen“ erfahren, vor allem die Künstler seien dankbar und glücklich gewesen.

An 13 Abenden vom 7. Mai bis zum 12. Juni gingen die rund 90-minütigen Streams für jeweils 24 Stunden online. Alle bestanden aus drei professionell gefilmten und bearbeiteten Genre-Einheiten. Einzeltickets kosteten 10 Euro plus Bearbeitungsgebühr und freiwilligem Spendenbetrag.

Alle Künstler bekommen Videos zur freien Verwendung

Die Nutzerzahlen liegen laut Obering in einem „vierstelligen Bereich, was unseren Erwartungen entgegenkommt“. Wie viele Zuschauer es exakt waren, kann und will sie noch nicht sagen. Denn es wird, wie gesagt, noch eine Zugabe geben: „Auf vielfache Nachfrage“, so Obering, werden alle 13 Streams vom 18. bis 30. Juni nochmals online gestellt. Zwar werden dafür erneut Ticketkosten fällig, doch es entfällt die 24-Stunden-Befristung. Alle beteiligten Künstler werden „ihre“ Videos trotzdem schon in den kommenden Tagen erhalten; das war ihnen im Vorfeld versprochen worden. Sie dürfen die Aufnahmen „eins zu eins“ für ihre Zwecke nutzen: bis Ende Juni zunächst privat, danach auch offiziell, zum Beispiel über Youtube.

Ein weiterer Grund für Oberings Zufriedenheit: Das „Unterstützerticket“-Angebot habe einen kleinen vierstelligen Betrag eingebracht. Aus diesem Topf soll nach dem Willen des Entscheidergremiums jedem der 13 porträtierten bildenden Künstler eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro gezahlt werden. Denn die Gruppe – sie kam erst verspätet mit ins Produktionsboot – war die einzige, der kein Honorar gezahlt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare