Anwohner gegen eine Eishalle als Eventtempel

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Am Dienstag will der Aufsichtsrat über die Zukunft der Eishalle beraten. Ob schon eine Entscheidung fällt, ist unklar.

HAMM - Der Maxipark-Aufsichtsrat kommt Dienstagvormittag zusammen, um über die Zukunft der Eishalle zu diskutieren. Möglicherweise fällt das Gremium eine für den Rat richtungsweisende Vorentscheidung.

Es geht dabei um die Stärken und Schwächen des Rettungskonzepts der Initiative Hammer Eis eG, über das der WA bereits vorab berichtet hat. Das Team um Sponsorensprecher Werner Nimmert listet in dem Konzept Plus- und Negativpunkte auf. Als Reaktion auf die Veröffentlichung weist ein Anwohner auf den Lärmschutz als Problem fürs Eishallen-Konzept hin.

Keinerlei lärmdämmende Einrichtungen?

Die Halle verfüge über keinerlei lärmdämmende Einrichtungen, sie sei demnach in ihrem jetzigen Zustand als Party- und Eventhalle nicht geeignet, heißt es in einem Schreiben eines Anliegers an Werner Nimmert, den Aufsichtsrat und die Stadt. Zur Einhaltung rechtlicher Geräuchemmissionsvorgaben wurde, so der Anlieger weiter, bereits vor 15 Jahren ein allgemeines Veranstaltungsende für 21.45 Uhr festgelegt.

Eingetragene Genossenschaft will Ganzjahr-Betrieb

Wie auch hier berichtet, will die Initiative als eingetragene Genossenschaft die Eishalle das ganze Jahr über betreiben und in einen „Eventtempel“ verwandeln. Die Form der eingetragenen Genossenschaft, wie sie Nimmert und Co. anstreben, sei die insolvenzsicherste Form der Führung einer Eishalle. Die Mitglieder der Genossenschaft können, wie es in dem Konzept heißt, in unterschiedlichsten Bereichen Leistungen erbringen, die einer Kapitalgesellschaft verborgen bleiben.

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Als Stärken listet das Konzept auf: Gemeinsame Erfolge im Sponsoring durch ein stark erweitertes Netzwerk, Senkung der Personalkosten durch ehrenamtliche Mitarbeit in der eG, Zugriff auf Dienstleister und Handwerker als Mitglied der eG, Senkung der Angebote und der Materialien für die Modernisierung durch die Mitglieder der eG, Unterstützung der werblichen Maßnahmen durch die Mitglieder der eG sowie Kreativität und Kontakte durch Zusatzevents.

Modernisierungsstau könnte zum Problem werden

Als Schwächen des Rettungsmodells werden genannt: Modernisierungsstau in der Eishalle, Mitspracherecht kann zu Diskussionen führen, Kapitalreserven müssen erst generiert werden, demografische Probleme des Eissports, fehlende Ausrüstung für den Betrieb der Eishalle und fehlende Top-Gastronomie der Eishalle.

Investionen in Höhe von 225.000 Euro geplant

Gibt die Politik grünes Licht, will die eG noch in diesem Jahr mehr als 225 000 Euro investieren: Gastrobereich, Lüftungsanlage, Küchenbereich, Behinderten-WC, Eingangsbereich, Außenbereich und fester Grillstand, Beleuchtungstechnik LED und Beschallungstechnik stehen auf dem Plan. Voraussetzung für den insgesamt fünf Jahre umfassenden Investitionsplan mit einem Gesamtaufwand von mehr als 1 Million Euro ist aus Sicht der Initiative, dass die Arbeiten an der Feuertreppe, der Dekontaminierungsdusche und der elektrischen Anlage erledigt sind und eine endültige TÜV-Abnahme vorliegt. - asc

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