Antje Peters stellt aus als „kunSToff“-Gast in Hamm

HAMM ▪ Dichtes Gedränge herrschte am Samstagabend in den Ausstellungsräumen über dem Restaurant „Mensa“ im Martin-Luther-Viertel. Die Hammer Künstlerin Antje Peters eröffnete mit Unterstützung der Kunstgruppe „kunSToff“ ihre erste Einzelausstellung. Von Sebastian Berndt.

Zur Vernissage gab es Livemusik von Reinhard Schulte (Gitarre) und Anja Hinkelmann (Gesang). Mit ihren Kurzgeschichten unterhielt zudem Mone Hartman die zahlreich erschienenen Gäste. „Ich bin total überwältigt“, freut sich die Antje Peters über die Resonanz: „KunSToff ist ja sehr erfolgreich, aber das hat mich schon überrascht.“

Rund 150 Gäste sahen sich das Event zur Eröffnung an. Besonders das Kontrastprogramm zwischen den ruhigen und auf Freundschaft bezogenen Liedern – etwa „Imagine“ von John Lennon oder „You’ve got a friend“ von Carole King, gesungen von Anja Hinkelmann – und den teils erotischen, teils morbiden, aber immer pointierten Kurzgeschichten von Mone Hartmann führten zu bester Stimmung unter den Zuhörern.

Der eine oder andere Gast hätte bei einer Ausstellungseröffnung vermutlich nicht mit Kurzgeschichten zu Themen wie Sex, Drogenkonsum und Amok-Fantasien gerechnet, trotzdem fanden die Geschichten beim überwiegenden Teil der Zuhörer Anklang.

Antje Peters zeigte sich sichtlich gerührt der Resonanz auf ihrer Ausstellung und bedankte sich mit einem Sektempfang bei ihren Gästen. Stolz erklärte sie Interessierten ihre Werke, darunter Akte, Collagen und Portraits. Viele Bilder tragen ironische Titel, passend zu den Motiven. Ein Gemälde beispielsweise – zu sehen ist der Kopf eines riesigen schwarzen Hundes, der die Zähne fletscht – nennt sie „Der will nur spielen!“

Collage entlarvt

Scheinheiligkeit

Eine Collage trägt den Namen „Unterm Deckmantel verborgen“ und zeigt den ehemaligen Bischhof Walter Mixa, dessen Mantel der Betrachter etwas anheben kann, um darunter die Scheinheiligkeit einiger kirchlicher Würdenträger zu entdecken.

Nach den Vernissage in den Ausstellungsräumen in der ersten Etage ging es im Gastronomiebereich der „Mensa“ mit Jazzmusik vom Reinhard-Schulte-Quartett weiter. Ausgelassen wurde bis in den frühen Morgen gefeiert.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Mai zu den Öffnungszeiten der „Mensa“ an der Martin-Luther-Straße 50 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare