55 Kinder fehlen immer noch

Anmeldungen für die Grundschule: Sturm auf die beste Schule Deutschlands

Die Gebrüder-Grimm-Schule gewann 2019 den Deutschen Schulpreis als beste Schule
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Die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm gewann 2019 den Deutschen Schulpreis als beste Schule.jpg

Dutzende Kinder in Hamm werden im nächsten Schuljahr 2021/2022 nicht an ihrer Wunsch-Grundschule eingeschult. Das zeigen die Anmeldezahlen, die der Stadt Hamm vorliegen. Und: Es fehlen immer noch 55 Anmeldungen.

Hamm – Es war eine schwere Geburt – und ist es auch weiterhin: Noch immer fehlen der Stadt Hamm mit Blick auf das Schuljahr 2021/2022 die Anmeldungen von circa 55 i-Männchen. Ihre Eltern haben auch die zweite Frist verstreichen lassen. Insgesamt wurden mit Stand 17. November 1639 Schüler angemeldet. Das sind 42 weniger, als das laufende 1. Schuljahr besuchen.

Schon die erste Anmeldefrist Anfang Oktober hatten rund 170 Eltern verstreichen lassen. Daraufhin wurden die Säumigen angeschrieben und gebeten, dies bis zum 16. November nachzuholen. Knapp 120 kamen dem dann auch nach. Die Stadt wird nun, ähnlich wie im vorigen Jahr, versuchen, die weiterhin säumigen Eltern über die Kitas zu erreichen und prüfen, ob sie an der angegebenen Adresse überhaupt noch wohnen. Im nächsten Schritt würde dann die Polizei eingeschaltet. 2019 hatten insgesamt 30 Eltern die zweite Frist verstreichen lassen.

Doch auch wenn noch 55 Anmeldungen fehlen: Die vorliegenden Zahlen lassen eine klare Tendenz erkennen. Sicher ist, dass Dutzende Kinder nicht ihre Wunschschule bekommen. Das betrifft in erster Linie die Gebrüder-Grimm-Schule in Bockum-Hövel, die 2019 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden war. Und das spiegelt sich in den Anmeldezahlen wider. Bislang wurden an der zweizügigen Schule 91 Kinder angemeldet.

Viele Anmeldungen an Lessing-, Geist- und Bodelschwinghschule, wenige an Freiligrath-, Josef- und Gutenbergschule

Stadtweit waren es nur an der Lessingschule in Herringen (100) und an der Geistschule im Stadtbezirk Pelkum (97) mehr. Auf ebenfalls 91 Anmeldungen kommt bislang die Bodelschwinghschule im Hammer-Süden. Die wenigsten Anmeldungen haben die Freiligrathschule in Bockum-Hövel (26) sowie die Josefschule (29) und die Gutenbergschule (33) – beide im Stadtbezirk Heessen – zu vermelden.

Aufgrund der Anmeldezahlen und der Kapazitäten wird allein die Gebrüder-Grimm-Schule nach aktuellem Stand etwa 35 Kinder ablehnen müssen. Inwieweit das auch an anderen Schulen mit übermäßig vielen Anmeldungen der Fall ist, wird sich spätestens Anfang Januar zeigen wenn feststeht, wie viele Eingangsklassen an den jeweiligen Schulen gebildet werden können. Eng könnte es auch an der dreizügigen Geistschule werden, die aufgrund der Zahlen vier Eingangsklassen bilden müsste. Insgesamt düften an den Hammer Grundschulen etwa 75 Eingangsklassen gebildet werden.

Schulgesetz als Grundlage

Wichtigste Berechnungsgrundlage dafür ist das Schulgesetz: Wurden bis zu 29 Schüler an einer Schule angemeldet, kann nur eine Klasse gebildet werden. Bei 30 bis 56 angemeldeten Schülern sind zwei Klassen mit bis zu 28 Schülern, bei 57 bis 81 angemeldeten Schülern drei Klassen mit bis zu 27 Schülern, bei 82 bis 104 angemeldeten Schülern vier Klassen mit bis zu 26 Schülern und bei 105 bis 125 angemeldeten Schülern fünf Klassen mit bis zu 25 Schülern möglich.

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