2016 Schwerpunkt der Polizeiarbeit

Offener Drogenhandel am Kleist-Forum bereitet Anliegern Sorgen

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Für die Polizei bleibt das Bahnhofsquartier rund ums Kleist-Forum ein Arbeitsschwerpunkt.

Hamm - Täglich das gleiche Spiel: Gruppen von zehn bis 15 Personen, meist Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, halten sich ab Mittag am westlichen Ende der Bahnhofstraße auf. Es geht um Drogengeschäfte.

Anlieger und Händler bringt das mehr und mehr auf die Palme. Sie fürchten um ihre Kundschaft und wünschen sich ein konsequenteres Eingreifen der Ordnungshüter. 

„Das Bahnhofsquartier bleibt 2016 ein Schwerpunkt der Hammer Polizeiarbeit“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Anne Providence. In gemeinsamen Gesprächsrunden mit Bezirksvertretern und Geschäftsleuten sowie der Stadt Hamm seien die Probleme bereits erörtert worden. 

Polizeipräsenz bereits verstärkt

Weitere Besprechungen sollen folgen. Die Polizeipräsenz sei bereits verstärkt worden, so Providence. Am 10. November kontrollierten Polizei, Stadt und Zoll Gaststätten, Imbissstuben, ein Wettbüro und eine Spielhalle zwischen Willy-Brandt-Platz und der Straße Am Stadtbad.

Insgesamt wurden dabei 80 Personen überprüft. Ergebnis: eine geringe Menge Rauschgift und eine Anzeige. „Die Personen sind gut organisiert“, sagt Anne Providence. Wenn Drogen aufgefunden würden, handele es sich in erster Linie um einzelne Konsumeinheiten Marihuana. 

Die Örtlichkeit sei nicht zufällig gewählt: „Hier kann man sich einer Kontrolle schnell entziehen.“ Anlieger wünschen sich ein konsequenteres Einschreiten. 

„Offensichtliche Verstöße wie dieser müssen mit empfindlichen Strafen geahndet werden“, sagt Martin Schwarzer. Der Inhaber der Hirsch-Apotheke an der Bahnhofstraße 25 meint, dass hier nicht nur Marihuana, sondern auch Kokain gehandelt wird. 

"Treiben" habe zuletzt deutlich zugenommen

Seine Kunden wunderten sich immer wieder über das Treiben vor seiner Tür. Das habe in den vergangenen zwei bis drei Jahren deutlich zugenommen, beobachtet Rechtsanwalt Dr. Roland Havers, der seine Kanzlei an der Bahnhofstraße 15-17 hat. 

„Dieser Bereich der City soll aufgewertet werden. Da ist ein reger Drogenhandel absolut kontraproduktiv“, sagt er. Von seinen Mandanten werde er regelmäßig angesprochen. „Die Zustände sind unhaltbar“, klagt Havers.

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