Hoffen auf das Weihnachtsmärchen

Probenraum geschlossen: Anke-Lux-Kindermusical „Emil und die Detektive“ fällt aus

Die schweißtreibenden Erwachsenen-Proben für „Emil und die Detektive“ mussten gestoppt werden.
+
Die schweißtreibenden Erwachsenen-Proben für „Emil und die Detektive“ mussten gestoppt werden.

„Parole Emil!“ hätten eigentlich zahlreiche Kinder am kommenden Sonntag auf der Kurhausbühne gerufen. Die MusicalCompany der Stadt Hamm wollte am 3. Mai und nochmal im Rahmen der Hammer Kulturnacht am 8. Mai den Kinderbuch-Klassiker „Emil und die Detektive“ als Musical zeigen.

Hamm – Eigentlich – doch die Corona-Krise machte den 45 Akteuren, darunter 35 Kinder und Jugendliche, einen Strich durch die Rechnung. Die Aufführung stand bereits zu 80 Prozent, als die Absage kam“, erinnert sich Anke Lux, die die Regie führte und gemeinsam mit Tochter Nora die Choreografien ersonnen hat. Eigentlich wäre es nur noch um den Feinschliff gegangen. Ob die ganzen Proben für die Katz sind, steht noch nicht fest.

Vielleicht lässt sich das Stück im kommenden Jahr nachholen. Immerhin sollte ja neben der MusicalCompany und der KidsCompany auch ein Chor mitwirken und alles von einem Orchester der Städtischen Musikschule live begleitet werden. „Ich hoffe, dass unsere beiden Hauptdarsteller Emil und Gustav dann nicht zwei Köpfe größer sind als jetzt“, sagt Lux und muss selbst lachen.

Parole Emil kann nicht auf Ende des Jahres verschoben werden

Eine Verschiebung in den Herbst – so, wie es viele Musiker und Comedians derzeit praktizieren – fällt für Anke Lux und ihr Team aus. Denn die zweite Jahreshälfte gilt traditionell der Vorbereitung und Aufführung des Weihnachtsmusicals. In diesem Jahr soll „Hinter verzauberten Fenstern“ nach einem Kinderbuch von Cornelia Funke auf der Kurhausbühne gespielt werden – so, wie zuletzt vor acht Jahren.

Doch wann mit den Proben begonnen werden kann, ist noch völlig offen. Die Musikschule als Probenraum ist derzeit geschlossen und Proben sind wegen des Kontaktverbots für mehr als zwei Menschen ohnehin nicht erlaubt. „Klavierunterricht zu zweit mag ja in absehbarer Zeit vielleicht wieder möglich sein, aber Tanzen in der Gruppe, das ja durchaus schweißtreibend sein kann, –das kann noch dauern“, ist Lux bewusst. Gleichzeitig hofft sie auf die Zeit nach den Sommerferien.

Tutorials für Klein und Groß

Bis dahin versucht sie den Kontakt zu den Akteuren der Kids- und MusicalCompany mit modernen Medien aufrechtzuerhalten. „Wir haben gleich, nachdem die Musikschule geschlossen wurde, einen Blog eingerichtet und stellen dort für unsere Aktiven Tutorials ein“, sagt Lux. So gibt es für die Tänzer Dehnungsübungen oder Trainingseinheiten für spezielle Drehungen, auch für die Sänger sind Übungen und Warm- Ups enthalten.

Das Angebot werde sehr gut angenommen, auch digitale Treffen. Allerdings könne das Internet den direkten Kontakt nicht ersetzen. „Anders als beim normalen Training in der Musikschule kann ich nicht eingreifen, wenn ich einen Fehler sehe“, sagt Lux.

Bereits erworbene Karten für „Emil und die Detektive“ können in den Vorverkaufstellen zurückgegeben werden, in denen sie gekauft wurden.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare