Mitteilung des Uniklinikums nach der Amokfahrt

Einer der Schwerverletzten von Münster stammt aus Hamm

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Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, am Tatort vor dem Kiepenkerl.

Münster/Hamm - Eines der schwer verletzten Opfer der Amokfahrt von Münster stammt aus Hamm. Diese Information wurde am Montag vom örtlichen Uniklinikum (UKM) verbreitet.

Michael Raschke

Im Rahmen einer kurzen Pressekonferenz sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor, Michael Raschke, die noch im UKM behandelten Verletzten stammen aus Hamm, Vechta, der Region Münsterland und den Niederlanden. In drei Fällen ringe man noch um das Leben der Verletzten. Ob das Hammer Opfer unter diesen dreien ist, wurde zunächst nicht bekannt. Zudem konnten abseits der offiziell verbreiteten Medieninformationen weder Geschlecht noch Alter in Erfahrung gebracht werden.

Marion Zahr, Pressesprecherin des UKM, bat im Gespräch mit WA.de um Verständnis für die bewusste Zurückhaltung. Es gehe dabei um den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen. Daher spreche man auch ganz allgemein nur von "Patienten" und belasse die Informationen so offen, dass niemand den "Kreis noch enger ziehen" könne.

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"Bei den Verletzungen mussten wir uns um Kopf-, aber auch um schwere Beckenverletzungen kümmern", sagte Raschke. Allein während der kurzen Mitteilung am frühen Montagnachmittag seien zwei der Patienten erneut operiert worden, heißt es in Medienberichten.

Insgesamt wurden am Samstagnachmittag in Münster zwei Menschen getötet und rund etwa 20 Menschen verletzt. Der 48-jährige Täter Jens R. - offenbar ein psychisch gestörter Einzeltäter - tötete sich selbst.

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Hilfe für Betroffene der Amok-Fahrt

Unter den Geschädigten der Amokfahrt befinden sich auch viele Touristen. Ihnen bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Hilfe an. Geschädigte und Zeugen können in Trauma-Ambulanzen Unterstützung und Beratung erhalten. Das Angebot ist kostenlos. Informationen zu den Trauma-Ambulanzen in Westfalen bietet der LWL online unter http://www.lwl.org/LWL/Soziales/SER/traumaambulanzen.

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