Alte Salzstraße

Versprochene Lösung nicht umgesetzt: Parksituation in Rhynern weiter schwierig

An der Alten Salzstraße suchen Autofahrer Parkplätze
+
Immer noch keine Lösung: An der Alten Salzstraße ist es nach wie vor schwierig, einen Parkplatz zu finden.

Die Vertreter von Koalition und Opposition sowie der Stadtverwaltung und der Polizei waren sich einig: Das Parkraumkonzept im Dorfkern in Rhynern wird fortgeschrieben, indem sechs weitere Parkplätze an der Alten Salzstraße mit einer Parkscheiben-Regelung versehen werden. Passiert ist zuletzt aber nichts.

Rhynern - Durch die sechs neuen Parkplätze sollte es dann 22 Parkflächen geben, auf denen höchstens zwei Stunden geparkt werden darf. Insgesamt gibt es an der Alten Salzstraße 67 öffentliche Stellplätze. Diese sechs zusätzlichen Plätze sollten vor den Hausnummern 8a bis 10a ausgewiesen werden – eigentlich. Denn passiert ist seitdem nichts. Weder in der März-Sitzung der Bezirksvertretung noch in der Juni-Sitzung tauchten die von der Stadtverwaltung versprochenen Beschlussvorlagen auf.

Zur letzteren Sitzung hatte die CDU-Bezirksfraktion sogar eine Erinnerungs-Anfrage gestellt mit der Bitte um Auskunft zum aktuellen Stand. Eine Antwort der zuständigen Abteilung im Rathaus gibt es nicht. „Warum ist das so?“, möchte CDU-Fraktionschef Heinrich Saarbeck wissen.

Sind einflussreiche Anwohner gegen das Konzept?

Er wisse nur, dass das Schreiben bereits existiere, aber er könne nicht sagen, warum es nicht zur Abstimmung freigegeben werde. Im Ort selbst wird gemutmaßt, dass einflussreiche Anwohner einen Riegel vor die Erweiterung des Konzeptes geschoben haben sollen. Solche Gerüchte kommen bekanntlich schnell auf, wenn keine offizielle Stellungnahme abgegeben wird.

Hoffnung hatte die CDU, als sich der Verkehrsplaner der Stadt, Carsten Gniot, zur Bezirksvertreter-Sitzung im Juni wegen des Bahnlärm-Themas angekündigt hatte, doch Gniot musste kurzfristig absagen, so dass die Parkraum-Antwort während der Sitzung ausblieb. Auch Bezirksbürgermeister Andreas Obering und seine Mitstreiter von der SPD gaben an, keine neuen Informationen zu haben. Dabei hatte SPD-Fraktionschef Harald Lemm den Ortstermin Ende 2020 noch angeschoben.

„Uns ist berichtet worden, dass die Situation zum Teil eskaliert“, forderte Lemm damals eine schnelle Lösung. Eine schnelle Lösung hat die Stadtverwaltung bislang jedenfalls nicht bieten können. Allerdings hatte Gniot beim Ortstermin im Dezember bereits zugegeben, dass es keine perfekte Lösung für den Ortskern gebe. Es müsse zum Beispiel auch an die Anwohner gedacht werden. Auch die wollen ihr Fahrzeug abstellen und nicht nach zwei Stunden wieder umparken müssen.

Angestellte blockieren Parkplätze den ganzen Tag

Woher kommt überhaupt der Parkdruck? Die Zahl der Kunden, die gleichzeitig in den Geschäften an der Alten Salzstraße sind, ist meist deutlich kleiner als die Zahl der parkenden Autos. Neben den Anwohnern sind dies wohl die Angestellten einiger Unternehmen selbst, die dort den ganzen Tag über potenzielle Kundenparkplätze blockieren – ganz legal natürlich.

„Schön wäre es, wenn alle Geschäftsinhaber ihren Mitarbeitern ans Herz legen würden, nicht an der Alten Salzstraße zu parken, sondern nach Ausweichmöglichkeiten in den Nebenstraßen zu suchen“, schlug Harald Lemm damals beim Ortstermin vor. Gefruchtet hat dies bislang nur bedingt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare