SG Bockum-Hövel

Spielbetrieb ruht, Engagement nicht: Alte Herren in Bockum-Hövel bauen eine „Hütte der Hoffnung“

Sie wollen gute Gastgeber sein: Die Alten Herren der SG Bockum-Hövel haben die Corona-Zeit genutzt, um eine neue Verkaufshütte am Kunstrasenplatz aufzubauen und aufzubereiten. Über das neue Schmuckstück auf dem Vereinsgelände freut sich der 1. Vorsitzende Egbert Homann.
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Sie wollen gute Gastgeber sein: Die Alten Herren der SG Bockum-Hövel haben die Corona-Zeit genutzt, um eine neue Verkaufshütte am Kunstrasenplatz aufzubauen und aufzubereiten. Über das neue Schmuckstück auf dem Vereinsgelände freut sich der 1. Vorsitzende Egbert Homann.

Auch in den Zeiten, in denen Corona-bedingt der Spielbetrieb ruht und das Vereinsleben stark heruntergefahren ist, stecken die unermüdlichen Aktiven der SG Bockum-Hövel den Kopf nicht in den Sand. So haben fünf Mitglieder der Alten Herren eine Holzhütte errichtet, um gerüstet zu sein, wenn es wieder losgeht mit dem Spielbetrieb im Adolf-Brühl-Stadion. Dann sollen die Gäste aus der Hütte heraus bewirtet werden.

Bockum-Hövel – „Das ist ein Stück Hoffnung für uns. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir bei den Heimspielen Speisen und Getränke für unsere Zuschauer verkaufen können“, sagt Egbert Homann, 1. Vorsitzender der SG Bockum-Hövel. „Wir möchten uns bei den Helfern herzlich für ihren Einsatz bedanken“, sagt er.

Der Verein hatte die Hütte über Platzwart Joachim „Akki“ Hilsmann geschenkt bekommen. Sie war bereits zerlegt. So galt es, den neuen Standort am Kunstrasenplatz vorzubereiten und sie wieder aufzubauen. Das hatten die Alten Herren übernommen. Und sie mussten natürlich unter den erschwerten Umständen arbeiten, was mit einigem Aufwand verbunden war. Doch Udo Wohlrath, Norbert Wohlrath, Christian Bsufka, Akki Hilsmann und Stavros Admaidis ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Mit Abstand und unter Einhaltung der Corona-Regeln benötigten sie rund zwei Wochen, um das Holzhaus am Kunstrasenplatz zu errichten.

Der Innenausbau folgt noch

Der Innenausbau und die Einrichtung stehen noch aus und sollen mit gutem Grund erst später angegangen werden. Gibt es doch immer wieder Probleme mit Vandalismus. So soll erst gar nicht der Eindruck entstehen, in der Hütte wäre etwas zu holen. „Alle paar Jahre bricht hier jemand ein. Beim letzten Mal wurden sogar die Gitter vor den Fenstern herausgehebelt“, berichtet Homann.

Wenn die neue Hütte in Betrieb ist, kann auch der Anhänger, aus dem heraus die Bewirtung zuletzt erfolgte, anders verwendet werden. Den hatte Stavros Adamidis von der SPD gekauft und dem Verein zur Verfügung gestellt. Er wird gerade „umgeflaggt“. Die Buchstaben P und D sind bereits entfernt. Das verbliebene S wird durch ein neues G ergänzt und steht dann für SG Bockum-Hövel.

Corona verzögert Umbau des Vereinsheims

Ins Stocken geraten sind durch Corona die Umbaupläne für das Vereinsheim. Der Verein hat die Zusagen bekommen, dass er Landesmittel dafür beantragen kann. Doch es fehlt noch der Beschluss der Mitgliederversammlung. Der sollte im November erfolgen, doch dann kam der neue Lockdown, und die Versammlung musste wegen Corona ausfallen. Jetzt hoffe man, die Versammlung im Frühjahr oder Frühsommer durchführen zu können.

„Wir möchten den Mitgliedern die Pläne gerne persönlich vorstellen und sie davon überzeugen. Wir haben viele ältere in unseren Reihen, die keinen PC haben und eine Online-Versammlung nicht mitverfolgen können“, sagt Homann. Immerhin sei es eine sehr große Maßnahme, die rund 450.000 Euro kosten werde. Und man werde viel Eigenleistung einbringen. Ein Problem sei, dass die Maßnahme aufgrund der Förderbestimmungen bis Ende 2022 abgeschlossen sein müsse, so Homann. Was die Finanzierung der erforderlichen Eigenmittel betrifft, zeigte er sich optimistisch. Man habe etliche Sponsorengespräche geführt, und alle hätten sich großzügig gezeigt und wollten dem Verein helfen. Sportlich allerdings überwog bei ihm der Pessimismus: „Ich glaube nicht, dass wir diese Saison noch Fußball spielen.“

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