Alte Agnes-Glocken sind demontiert

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Im Dachreiter der katholischen Agnes-Kirche wurde gestern fleißig geflext: Neben den beiden alten Glocken entfernten die Monteure den metallenen Glockenstuhl, die Elektomotoren und die Glockenjoche, die ebenfalls aus Metall gefertigt wurden. ▪

HAMM-MITTE ▪ 57 Jahre läuteten sie im Dachreiter von St. Agnes, am Sonntag zum letzten Mal. Gestern nun wurden die alten, nach dem Zweiten Weltkrieg gefertigten Gussstahlglocken der Innenstadt-Kirche demontiert. Sie machen Platz für das bronzene neue Geläut mit gleich vier Klangkörpern, das vor wenigen Wochen geweiht worden war. Alle sechs Glocken sind derzeit im Gotteshaus zu sehen.

Schon in der vergangenen Woche war ein Gerüst am Agnes-Turm aufgestellt worden. Mitarbeiter der Firma Rincker, in deren Werkstatt in Sinn auch die neuen Glocken gegossen wurden, begannen am Montag mit den Vorbereitungen zur Demontage. Zusammen mit den alten Klangkörpern wurden auch der metallene Glockenstuhl und die beiden Joche ausgebaut. Glocken und altes Material, darunter auch zwei Elektromotoren und die vom Wetter gezeichneten Holzlamellen, erreichten mit einem Baustellen-Aufzug die Erde.

Die neuen Glocken werden paarweise übereinander angebracht. Anders als bislang werden sie nicht über einen Elektromotor samt Kette angetrieben, sondern mittels Magneten. Dies ist platzsparender und leiser. Zudem wird das Gestühl aus Holz gefertigt, was auch dem Klang zugute kommen soll.

Die alten Glocken sind der Muttergottes und dem heiligen Franziskus gewidmet und – wie die neuen – mit Sinnsprüchen unter anderem aus dem Sonnengesang versehen. Was mit ihnen geschieht, ist noch nicht geklärt. „Es gibt Anfragen von zwei Hammer Gemeinden, die eine Friedhofs-Glocke suchen“, berichtet Agnes-Pfarrer Bernd Mönkebüscher. Falls sich selbst die kleine Glocke als noch zu groß erweise, könne es aber auch sein, dass beide Exemplare im Umfeld der Agnes-Kirche aufgestellt würden.

Die neuen Glocken sollen Ende Oktober in den sanierten Dachreiter gehievt werden. Im November sollen die Restarbeiten erledigt werden, so dass das neue Geläut am 1. Advent erstmals komplett erklingen kann. ▪ jm

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