Hunderte Kinder im Allee-Center mit Platzangst

Nach Ansturm auf "Bibi"-Auftritt Kritik an Eltern und Organisation

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Lina beim Auftritt im Allee-Center am Dienstag.

Hamm - Kurzkonzert mit Folgen: Nach dem "Gastspiel" von "Bibi"-Darstellerin Lina Strahl im Allee-Center hagelte es vor allem in den sozialen Medien scharfe Kritik.

Kreischend wurde sie empfangen: Bibi-Blocksberg-Darstellerin Lina Larissa Strahl gab am Dienstag ein Kurzkonzert im Allee-Center. Was zu Beginn noch ein Ansturm jubelnder Fans mit Plakaten war, entwickelte sich spätestens bei der Autogrammstunde zu einem Gedränge von rund tausend Kindern und Eltern.

Bereits lange vor Beginn des Kurzkonzertes tummelten sich Linas Fans um die kleine Bühne. Oben drückten die Kleinsten ihre Gesichter gegen die Glasscheiben. Die Bühne war anfangs noch gut sichtbar, was augenscheinlich der Größe der Fans geschuldet war.

Bibi-Darstellerin Lina singt im Allee-Center Hamm

Spätestens als Lina die Bühne betrat, wurde das Zugucken zunehmend schwieriger.

Kinder und Eltern strecken ihre Handys nach oben um zu filmen. Die anschließende Autogrammstunde dehnte sich auf Grund des Ansturms auf zwei Stunden aus. Der Platz wurde immer knapper, einige Zuschauer weichen in den angrenzenden Esprit-Laden aus. Ein Durchkommen war unmöglich.

Unmut über die Veranstalter, die im Vorfeld offenbar nicht mit solch einem Ansturm gerechnet haben, machte sich schnell in den sozialen Netzwerken breit. Unter dem Posting auf der WA-Facebookseite (siehe Post unter diesem Artikel) beschwerten sich viele User über die „katastrophale“ Organisation und eine mögliche Gefahr für die Kinder.

Aber nicht nur das Allee-Center als Veranstalter geriet in die Kritik, sondern auch die anwesenden Eltern. Ohne die wäre die Veranstaltung ruhiger gewesen und schneller abgelaufen, kommentiert eine Userin bei Facebook. Das Allee-Center hatte dem WA im Vorfeld mitgeteilt, dass das Management von Lina mit 300 bis 500 Fans rechne. Diese Zahl wurde weit überschritten, das Konzert aus der Saturn-Filiale in die Rotunde verlegt.

Nach Angaben des Center-Managements verliefen die Wartezeit im Vorfeld sowie der Auftritt ruhig. Erst bei der Autogrammstunde seien einige Fans und Eltern unruhig geworden, vermutlich aus Sorge, kein Autogramm mehr zu bekommen. Das Sicherheitspersonal und die Mitarbeiter des Managements hätten jedoch kontinuierlich für Ordnung gesorgt. Am Ende hätten alle ihr Autogramm bekommen.

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