Möglicher Wegfall der Impfreihenfolge

Alle wollen noch mehr impfen: Stadt und Hausärzte sehen sich gerüstet

Harzer Impfzentrum: Eine Spritze mit Corona Impfstoff AstraZeneca wird aufgezogen.
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Die Priorisierung bei der Corona-Impfung soll bald aufgehoben werden. (Symbolbild)

Sollte es in absehbarer Zeit Corona-Impfungen für alle geben, wären Stadt und Hausärzte vorbereitet.

Hamm – Im Impfzentrum könnten mit dem aktuellen Personal täglich bis zu 1000 Impfungen wegen Corona durchgeführt werden, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Bei Bedarf könne man erhöhen, allerdings in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, die dafür das ärztliche Personal aufstocken müsste. Zuletzt waren dort etwa 900 Menschen täglich geimpft worden.

Momentan gehe man aber davon aus, dass der größte Teil der zusätzlichen Impfungen bei Lockerung der bisherigen Impfreihenfolge über Haus- und Betriebsärzte laufen würde, sagte Herberg. Dr. Matthias Bohle, Vorsitzender des Ärztevereins, sieht die Aufhebung der bislang strengen Vorgaben zumindest bei Astrazeneca in greifbarer Nähe. Nach seinen Erkenntnissen sei von diesem Impfstoff genügend vorhanden, um unabhängig von einer festgelegten Reihenfolge impfen zu können.

Mögliche Impf-Lockerungen: Hinweise und Tipps

Bohle rät, sich an den jeweiligen Hausarzt zu wenden und in Listen eintragen zu lassen – im Zweifelsfall springe bei Impfaktionen immer jemand ab; den Stoff verfallen zu lassen, sei zu schade. Die Stadt hält es dagegen nicht für nötig, dass Menschen ohne Vorerkrankungen sich jetzt schon an ihren Hausarzt zu wenden; die Praxen hätten bereits jetzt genug zu tun, sagte Herberg.

Im Mai möchte die Stadt die über 70-Jährigen impfen. „Wir haben ja seit zwei Wochen die Geburts-Jahrgänge zwischen 1941 und 1951 zum Impfen eingeladen“, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter. Der ganz überwiegende Teil der Impfungen im Mai werde sich deshalb auf diese Gruppe beziehen. Für Mai erwartet die Stadt im Impfzentrum mehr als 20.000 Impfdosen.

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