Alkoholfahrt von Bönen nach Hamm gibt Rätsel auf

Angeblich fuhr der Angeklagte mit 2 Promille Alkohol im Blut nach Hamm.(Symbolfoto)
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Angeblich fuhr der Angeklagte mit ordentlich Alkohol im Blut nach Hamm.(Symbolbild)

Im Streit mit seiner ehemaligen Mieterin und deren Freund soll ein Bönener üble Beschimpfungen und eine Todesdrohung ausgestoßen haben. Außerdem wird ihm eine Autofahrt nach Hamm unter Alkoholeinfluss und ohne Führerschein zur Last gelegt.

Bönen/Hamm – Wegen der eingangs genannten Vorwürfe muss sich der 48-jährige Mann aus Bönen derzeit vor dem Amtsgericht in Unna verantworten.

Das Verhältnis zwischen dem Mann und seiner Ex-Mieterin war angespannt. Und mit ihrem Freund verstand er sich – gelinde gesagt – ebenfalls nicht besonders gut. Mitte September eskalierte die Situation dann und in Rage, so zumindest der erste Vorwurf, schickte der Bönener dem Paar eine Sprachnachricht aufs Handy, in der er beide beleidigte, sie unter anderem als Mietnomaden bezeichnete und äußerte: „Ich werde nicht bedroht. Sonst seid ihr alle tot.“

Rund zwei Wochen später soll es zu einem zweiten Zwischenfall gekommen sein. Der 48-Jährige soll sich mit über zwei Promille Alkohol im Blut und ohne die Fahrerlaubnis zu besitzen, hinter das Steuer eines Autos gesetzt haben, um zu seiner Verlobten nach Hamm zu fahren. Dieser Verdacht kam auf, nachdem die Verlobte, mit er am Abend zuvor gestritten hatte, die Polizei verständigte und erklärte, ihr Freund randaliere vor dem Haus und sei dabei, die Tür einzutreten. Besagte Tür war unversehrt, dafür fiel aber auf, dass der Mann alkoholisiert und, so die Anklage, mit dem Pkw unterwegs war.

Beleidigung, Bedrohung, Nötigung und mehr

Beleidigung, Bedrohung, Nötigung sowie Fahren ohne Führerschein und unter dem Einfluss von Alkohol werden dem Bönener nun zur Last gelegt. Die Sprachnachricht mit dem beleidigenden, bedrohenden Inhalt räumte er mehr oder weniger ein – wobei er sich als eigentliches Opfer darstellte und seine drastischen Worte als Reaktion auf das Benehmen des Paares. Der Freund der Mieterin habe ihn nämlich zuerst bedroht. Auch habe es stets Ärger gegeben, unter anderem unbezahlte Mieten und Verwüstungen.

Was die Fahrt nach Hamm betraf, versicherte der Mann, dass seine Tochter am Steuer gesessen habe. Die sei nur in dem Moment, als die Polizei erschienen sei, nicht vor Ort gewesen, weil sie das Auto ihres hinzugekommenen Freundes umgeparkt habe. Die Tochter bestätigte seine Version. Die Verlobte des Beschuldigten verweigerte indes die Aussage. Zwei Polizeibeamte erinnerten sich jedoch, dass sie es gewesen sei, die erklärt habe, dass er sehr wohl gefahren sei.

Unter diesen Umständen sah das Gericht zusätzlichen Aufklärungsbedarf. Die Verhandlung wird Ende April fortgesetzt. - sam

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